Studie: Unordnung sorgt daheim für Streit
Laut einer aktuellen Studie ist Unordnung in den eigenen vier Wänden eine Hauptursache für Konflikte. Nachbarn stören weniger, und wenn, dann vor allem wegen Lärm.
Quelle: zvg
Unordnung sorgt in den eigenen vier Wänden öfter für Konflikte als Reibereien mit den Nachbarn.
Total 1264 Personen, im Alter von 18 bis 84 Jahren, wurden letzten Sommer online für die Studie des Immobilienportals ImmoScout24 befragt, in allen drei Landesteilen. Es ging um die Frage, was rund ums Zuhause am meisten Konfliktpotenzial birgt.
Streitthema Nummer eins in den eigenen vier Wänden war dabei Unordnung: Konflikte im eigenen Haushalt erleben 30 Prozent der Befragten häufig oder eher häufig. Das Verhältnis zur direkten Nachbarschaft gestaltet sich hingegen meist konfliktarm. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) gab an, selten oder nie mit Nachbarn aneinanderzugeraten. Lediglich 15 Prozent berichteten von häufigen Auseinandersetzungen.
Quelle: wikicommons / Michael Musto
Röstigraben: In der Westschweiz störten sich die Befragten an Dreck und Abfall ; in der Deutschschweiz birgt, wie Hugo Loetscher schon wusste, die Waschküchenbenutzung eher Konfliktpotenzial.
Mehrheitlich direktes Gespräch
Im gemeinsamen Haushalt war Unordentlichkeit mit 47 Prozent der mit Abstand häufigste Auslöser für Spannungen. Dahinter folgten nicht eingehaltene Vereinbarungen (26 Prozent) und Lärm (23 Prozent). Bei Streitigkeiten mit der direkten Nachbarschaft stand hingegen Lärm mit 45 Prozent an der Spitze. Weitere häufige Konfliktpunkte waren die Nutzung der Waschküche (18 Prozent) und Rauchen (17 Prozent). In der Westschweiz störten sich die Befragten mehr an Dreck und Abfall als an der Waschküchenbenutzung.
Bei Konflikten suchten rund drei Viertel (72 Prozent) der Befragten das direkte Gespräch mit der betreffenden Person. Eine schriftliche Kommunikation (17 Prozent) oder das Hinzuziehen von Dritten wie der Hausverwaltung (14 Prozent) erfolgten deutlich seltener. (SDA/bk)