SFS steigert Umsatz in schwierigem Marktumfeld
Der Metallverarbeiter SFS mit Sitz in Heerbrugg SG hat im Geschäftsjahr 2025 in einem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld den Umsatz leicht steigern können. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft dämpft das Geschäft weiterhin.
Der Konzern SFS konnte im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz um 0,6 Prozent auf 3,06 Milliarden Franken steigern. Zur Jahresmitte hatte noch ein Minus von 0,4 Prozent resultiert und im Jahr zuvor musste das Unternehmen gar einen Umsatzrückgang von 1,7 Prozent verbuchen. In der zweiten Jahreshälfte 2025 konnte SFS wieder zulegen und den Umsatz um 1,6 Prozent erhöhen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Umsatzsteigerung im Gesamtjahr gelang trotz Belastungen durch den starken Franken. Währungs- und akquisitionsbereinigt wäre der Umsatz um 2,9 Prozent gestiegen. Analysten hatten ein organisches Wachstum von 1,3 Prozent und 3,03 Milliarden Umsatz erwartet.
In der Sparte Distribution & Logistic stieg der Umsatz leicht um 0,3 Prozent auf 1,35 Milliarden Franken. Im Bereich Engineered Components gelang gar ein Anstieg um 1,7 Prozent auf 1,13 Milliarden, während die Einkünfte bei den Fastening Systems um 0,9 Prozent auf 575 Millionen zurückgingen. Laut früheren Informationen soll die EBIT-Marge in etwa auf dem Vorjahresniveau von 11,6 Prozent zu liegen kommen. Bestätigt wurde dies heute aber nicht.
SFS befindet sich im Umbau. Angesichts der flauen Nachfrage hatte das Management vergangenen Sommer ein Sparprogramm angekündigt und den Abbau von 650 der insgesamt 13'600 Stellen beschlossen. 300 weitere Jobs dürften aufgrund natürlicher Fluktuation nicht ersetzt werden, hatte es weiter geheissen. Zu den Massnahmen zählen auch Werksschliessungen in Olpe (Deutschland), in Turnov (Tschechien) und in Flawil SG. Mittelfristig will SFS die EBIT-Marge mit den Massnahmen und einem erwarteten Wachstum zwischen drei und sechs Prozent in den Bereich von 12 bis 15 Prozent führen. (sda awp/sts)