Graubünden: Kraftwerk Grono wieder am Netz
Nach einem reparaturbedingen Unterbruch von eineinhalb Jahren ist das Kraftwerk Grono im bündnerischen Misox wieder in Betrieb.
Quelle: Axpo
Das Unwetter vom Sommer 2025 hat im Kraftwerk Grono im Misox grosse Schäden angerichtet.
Im Sommer 2024 wurde das Bündner Misox von einem heftigen Unwetter heimgesucht: Überschwemmungen und Gerölllawinen zerstörten Teile des Tals, unterspülten die Autobahn A13 bei Sorte und führten zu Todesopfern und Verletzten.
Das Kraftwerk Grono der Axpo wurde dabei besonders hart getroffen: Die Anlage mit dem Stausee Roggiasca im Bündner Südtal stark wurde beschädigt, während die weiteren fünf vom Energiekonzern betriebenen Wasserkraftwerke im Misox nur geringfügig beschädigt wurden. Sie konnten nach wenigen Tagen Unterbruch wieder in Betrieb genommen werden.
Quelle: Axpo
Auch das Einlaufbauwerk beim Roggiasca-Stausee wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Ausfälle kompensiert
Das Kraftwerk Grono indes musste repariert werden, was acht 8 Millionen Franken kostete. Nun ist es nach 18 Monaten Unterbruch wieder vollständig in Betrieb. Die Axpo konnte dank des grossen Kraftwerkparks die Produktionsausfälle relativ gut kompensieren.
Ein Jahr nach der Unwetterkatastrophe rechnete das Misox mit Kosten von 84 Millionen Franken für Wiederaufbau und Sicherheitsmassnahmen. (SDA/bk)