10:08 VERSCHIEDENES

Ausstellungstipp: Le Corbusier und Zürich

Autoren: Konrad Imbach
Teaserbild-Quelle: ZHDK

Das letzte Bauwerk von Le Corbusier steht in Zürich, im Seefeld mit Blick auf den See:  das Centre Le Corbusier. Im Pavillon erzählt eine Ausstellung von der vielfältigen Beziehung des Meisters zur Limmatstadt.

Centre Le Corbusier

Quelle: ZHDK

Das letzte Werk des Meisters: das Centre Le Corbusier.

Gibt man in der Google-Suche „Warum sind Zürcher…“ schlägt die Suchmaschine „arrogant“ vor. Le Corbusier dürfte es anders gesehen haben: Zürich sei eine «eine einladende, lebendige, sympathische, freundliche Stadt», soll er einmal gesagt haben.

Wenn auch seine Beziehungen zu Zürich waren nicht immer ungetrübt waren, zeugen  Projekte und Begegnungen von einer langjährigen, produktiven Beziehung des Architekten zur Stadt. Davon zeugt auch das Centre Le Corbusier, den Pavillon am Zürichhorn, den er für die Galeristin und Innenarchitektin Heidi Weber entworfen hatte, wo zurzeit eine Ausstellung von seiner Beziehung zu Zürich erzählt.

Vor Frisiertisch zum letzten Bauwerk

Die Schau umfasst die Zeit zwischen einem seiner frühen Projekte, einem Frisiertisch für seine Cousine, und seinem letzter Bau – dem Pavillon, in dem die Ausstellung stattfindet. Während diesen Jahren entwarf er zwei grosse Wohnkomplexe und nahm am Wettbewerb für ein neues Verwaltungsgebäude der Rentenanstalt teil. Obwohl diese Bauprojekte nie realisiert worden sind, war war Zürich zwischen 1915 und 1965 ein bedeutender Bezugspunkt für Le Corbusiers Arbeit und die wichtigste Plattform seiner internationalen Ausstrahlung auf die Architektur, den Städtebau, das Design und die bildende Kunst. Davon zeugen auch die zwei Ehrendoktorwürden der Universität Zürich und der ETH Zürich sowie die beiden Einzelausstellungen, die das Kunsthaus Zürich Le Corbusier gewidmet hatte.

Mehrere wichtige Personen in seinem Leben waren in Zürich tätig und prägten seine Karriere: der Verleger Hans Girsberger, die Architekten Willy Boesiger und Alfred Roth, der Kunsthistoriker Sigfried Giedion und und nicht zuletzt Heidi Weber. 

Die Ausstellung, zeichnet diese vielfältigen Beziehungen nach. Die Leihgaben aus der Fondation Le Corbusier in Paris, der ETH Zürich sowie aus bedeutenden Privatsammlungen treten dabei in einen Dialog mit dem Pavillon. (mai/mgt)

Le Corbusier und Zürich im Centre Le Corbusier, bis 29. November
Adresse: Centre Le Corbusier, Höschgasse 8, 8008 Zürich
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 12–18 Uhr, Donnerstag 12–20 Uhr
Weitere Informationen: 
pavillon-le-corbusier.ch

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