16:25 KOMMUNAL

Wenn Autos mit der Kreuzung kommunizieren wird der Verkehr sicherer

Teaserbild-Quelle: Evgeni Tcherkasski, Unsplash

Ein Informationssystem, das Fahrzeuge und ampelgesteuerte Kreuzungen untereinander und miteinander verbindet, soll für weniger Verkehrsunfälle sorgen. Dies ist die Idee eines Forschungsteams des australischen Centre for Accident Research and Road Safety - Queensland. Wie ein erster Test in Ipswich im Bundesstaat Queensland zeigte, könnte die Idee funktionieren. 

Damit das System für Sicherheit sorgen kann, müssen allerdings alle Autos mit einem solchen Programm ausgerüstet sein. Ebenso brauchen sie die entsprechende Hardware, das heisst einen zusätzlichen Display und eine Antenne. Ähnliches gilt für die ampelgesteuerten Kreuzungen, die zum Beispiel Hinweise zur Dauer des Rotlichts an die Fahrzeuge übermitteln, die dann auf dem Display aufscheinen und es demjenigen, der am Steuer sitzt, ermöglichen, seine Fahrweise an den Verkehrsfluss anzupassen. Daneben soll man unterwegs auch laufende über bevorstehende Staus und aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen hingewiesen werden. Auch Gefahrenwarnungen sowie Hinweise auf Baustellen und auf besonders verletzliche Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger oder Radfahrer, die einmündende Strassen der Kreuzungen queren gehören dazu. Daneben liefern auch die anderen Fahrzeuge, die in der Nähe sind, relevante Informationen wie Fahrtrichtung oder Geschwindigkeit.

David Rodwell und Ioni Lewis haben ihre Innovation mit 355 Teilnehmern getestet: «Sie äusserten sich im Allgemeinen positiv über das System, schätzten die Vorteile der grösseren Sicherheit, die es bietet, und würden es nutzen, wenn es weitverbreitet wäre», sagt Rodwell. Die Kommunikation zwischen vernetzten Fahrzeugen und Infrastruktur habe das Potenzial, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Staus und Umweltverschmutzung zu reduzieren und die Verwaltung, Wartung, Überwachung und Kontrolle sowie die Sicherheit von Verkehrsnetzen zu verbessern, ist Rodwell überzeugt.

Angabe der Tempolimite wurde geschätzt

Rund 100 Befragungen von Teilnehmern lieferten gemäss Rodwell weitere wichtige Hinweise: Am meisten wurde die Anzeige der zulässigen Geschwindigkeit auf dem Display geschätzt, vor allem in Regionen, in denen das Tempolimit selten ist. Bei Rotlichtinformationen und der Warnung vor Verkehrsteilnehmern, die beim Abbiegen gefährdet würden, besteht gemäss den Forschern noch Verbesserungsbedarf, da das Timing nicht optimal war. Zwar gab es während Tests nur wenige Hinweise vor Staus und Gefahren auf der Strasse, die Teilnehmer gaben jedoch an, dass sie diese Art von Warnung wünschen.

Zudem wurden auch Verbesserungsvorschläge gemacht: So wünschten sich viele eine Beurteilung ihrer Fahrweise. Das könne ihnen helfen, schlechte Fahrgewohnheiten und Fahrfehler zu erkennen und zu vermeiden. Die meisten Teilnehmer hatten nichts dagegen, dass ihre Daten anonymisiert weitergegeben werden, sofern diese geschützt werden und der Zweck klar kommuniziert wird. (mgt/mai)

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