10:06 KOMMUNAL

Warme Temperaturen begünstigen Blaualgenblüte in Gewässern

Teaserbild-Quelle: Christian Fischer wikimedia CC BY-SA 4.0

Mit den steigenden Temperaturen nimmt die Gefahr von Blaualgenblüten in stehenden Gewässern zu. Manche Blaualgenarten sind giftig und daher gefährlich für Mensch und Tier. 

Cyanobakterien Blaualgenblüte in einem Teich

Quelle: Christian Fischer wikimedia CC BY-SA 4.0

Blaualgenblüte in einem Teich: Erkennen lässt sie sich durch eine intensiv grüne, blaugrüne oder braune bis rötliche Färbung des Wassers.

Blaualgen kommen im vielen Gewässern im Kanton Bern vor. Meist sind sie in geringer Konzentration vorhanden und deshalb harmlos. Die Bakterien erfüllen wichtige Funktionen in den Gewässern, etwa für die Sauerstoffproduktion. Sie dienen anderen Lebewesen auch als Nahrung. 

Gefahr droht erst, wenn sich die Blaualgen massenhaft vermehren, also bei einer sogenannten Algenblüte. Bei Wasserkontakt und vor allem beim Schlucken von Wasser mit hoher Giftkonzentration können gesundheitliche Schäden an Nerven, Leber und Haut entstehen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. 

Gefährdet sind insbesondere kleine Kinder und Hunde, da sie beim Spielen im und am Wasser oft Wasser und Sand verschlucken. Wichtig zu wissen ist ausserdem, dass Blaualgen hitzebeständig sind. Sie werden durch das Abkochen von Wasser nicht zerstört. 

Von blossem Auge sichtbar 

Vorsicht geboten ist dann, wenn die Blaualgenblüte von blossem Auge sichtbar ist, wie der Kanton Bern am Montag mitteilte. Das Amt für Wasser und Abfall hat den Gemeinden Informationsmaterial zur Algenblüte zur Verfügung gestellt. Warme Temperaturen begünstigen die Blaualgenblüte. Betroffen sind oft kleinere, flache, stehende Gewässer oder Gewässerabschnitte.

Cyanobakterien Blaualgenblüte in einem Teich

Quelle: Christian Fischer wikimedia CC BY-SA 4.0

Auf der Wasseroberfläche können sich schlieren- oder teppichartig schwimmende Schichten bilden.

Eine Blaualgenblüte lässt sich durch eine intensiv grüne, blaugrüne oder braune bis rötliche Färbung des Wassers erkennen. Auf der Wasseroberfläche können sich schlieren- oder teppichartig schwimmende Schichten bilden. In einem von einer Algenblüte betroffenen Gebiet ist das Wasser trüb, die Sichtweite beträgt weniger als ein Meter. Als Faustregel gilt, nicht zu baden, wenn man die Füsse in knietiefem Wasser nur undeutlich sieht. 

Bei Verdacht auf Erkrankung Arzt aufsuchen 

An betroffenen Stellen ist es wichtig, Wasserkontakt zu vermeiden. Wer mit Blaualgen in Kontakt kommt, soll die betroffenen Körperstellen gründlich abwaschen. Bei Verdacht auf eine Erkrankung durch Blaualgenkontakt ist ein Arzt aufzusuchen. 

Symptome für Kontakt mit Blaualgen können Haut- und Schleimhautreizungen sein, aber auch Erbrechen und Durchfall, Atembeschwerden, Krämpfe, Muskelzittern, Lähmungen, übermässige Speichelproduktion, Atembeschwerden, Schwäche, Bewusstseinsstörungen und allergische Reaktionen. (sda/pb) 

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