Streik bei Stadtbus Winterthurer
Die Belegschaft von Stadtbus Winterthur hat für diesen Morgen einen Streik angekündigt: Von 4.30 bis 8.30 Uhr ist der reguläre Betrieb eingestellt.
Quelle: wikicommons / JoachimKohler-HB
Bis 8,30 Uhr morgens streiken die Busfahrerinnen und Busfahrer in der Stadt Winterhur.
Bei Stadtbus Winterthur schwelt seit Längerem ein Konflikt über die Arbeitsbedingungen. Gemäss der Gewerkschaft VPOD wird der reguläre Betrieb zwischen von 4.30 bis 8.30 Uhr vorübergehend nicht mehr möglich sein.
Die VPOD sagt, Betrieb und Stadtrat hätten versucht, die Mitarbeitenden von der Ausübung ihres verfassungsmässig garantierten Streikrechts abzuhalten: Busfahrerinnen und Busfahrer seien nach Mitternacht aufgefordert worden, Fahrzeuge nicht im Depot, sondern an alternativen Standorten abzustellen. Rund ein Viertel der Busse stehe nun ausserhalb des Depots. Zudem sei es zu aggressiven Konfrontationen durch Vorgesetzte von Stadtbus Winterthur gekommen. Eine Stellungnahme des Unternehmens dazu liegt nicht vor.
Schwelender Konflikt
Hintergrund ist ein seit längerem schwelender Konflikt um die Arbeitsbedingungen: Die Angestellten kritisieren Springertage mit möglichen Minusstunden, zu tiefe Nachtzuschläge sowie Mängel bei Ersatzdiensten und Dienstplanung. Zudem müssen sich gemäss Gewerkschaft Angestellte an Schäden beteiligen, ohne ausreichende rechtliche Grundlage. Ein nicht namentlich genannter Mitarbeiter sagt: «Wir Busfahrer haben in den letzten Jahren unhaltbare Arbeitsbedingungen ausgehalten, um den Nahverkehr in dieser Stadt zu sichern. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem es so nicht weitergeht.»
Stadtbus Winterthur erklärte am Vortag, man bedauere die Unzufriedenheit, halte den Warnstreik jedoch für nicht gerechtfertigt, da einige Anliegen bereits erfüllt und für weitere Lösungen in Aussicht gestellt worden seien. Der zuständige Stadtrat habe Gespräche angeboten. Der VPOD habe diese abgelehnt und zunächst die Erfüllung von Forderungen verlangt. (SDA/bk)