Freiburger Standseilbahn wird saniert
Die historische Standseilbahn Neuveville-Saint-Pierre von 1899 wird saniert. Sie ist eine der letzten Anlagen in Europa, die mit Wasserballast betrieben wird.
Quelle: greenold / flickr
1899 wurde die mit Wasserballast betriebene Freiburger Standseilbahn eröffnet.
Bis Anfang Dezember ist die Freiburger Standseilbahn ausser Betrieb: Sie wird der gesetzlich vorgeschriebenen Generalrevision unterzogen. Die Kosten für die Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Franken. Reisende können während der Arbeiten auf eine Buslinie ausweichen.
Für die Revision haben Fachleute die beiden Wagen Überholung mit einem Kran von den Schienen. Anschliessend transportieren sie die Kabinen in eine spezialisierte Werkstatt im bernischen Uetendorf. Dort prüfen Spezialisten sicherheitsrelevante Bauteile wie Achsen und Bremsen auf Risse oder Verschleiss. Zudem erhalten die beiden Wagen in einer weiteren Werkstatt eine komplett neue Lackierung. Parallel dazu untersucht ein Fachbüro die Infrastruktur der Seilbahn vor Ort in Freiburg. Die Talstation und die Bergstation werden restauriert.
Die Freiburger Standseilbahn, das sogenannte «Funi», ging 1899 in Betrieb, befördert jährlich rund 200000 Personen und gehört zu den letzten sieben Anlagen in Europa, die mit Wasserballast betrieben werden; in der Schweiz ist sie die letzte ihrer Art. Als Antrieb nutzt das Gefährt Abwasser aus dem Neustadt-Quartier. Die Fahrstrecke beträgt 126,4 Meter bei einer Höhendifferenz von 56,4 Metern. Die Fahrt dauert zwei Minuten, und beide Kabinen fassen je 20 Personen. (mgt/bk)