Berner Kleinseen: zu viele Nährstoffe
Die Wasserqualität in zehn Berner Kleinseen ist schlecht: In allen Gewässern wurde eine übermässige Belastung mit Nährstoffen festgestellt. Zudem wurden überall Mikroverunreinigungen wie Pestizide und sogenannte Ewigkeitschemikalien nachgewiesen.
Quelle: Kanton Bern
Der Burgäschisee ist einer der zehn vom Kanton Bern regelmässig kontrollierten Kleinseen.
Seit mehr als dreissig Jahren untersucht der Kanton Bern regelmässig die Wasserqualität der zehn Kleinseen Amsoldingersee, Burgäschisee, Burgseeli, Dittligsee, Etàng de la Noz, Grosser Moossee, Inkwilersee, Lobsigensee, Oeschinensee und Sängeliweiher.
Bereits bei früheren Untersuchungen wurden dabei in den meisten Gewässern eine zu hohe Nährstoffkonzentration, die wiederum zu einer erhöhten Algenproduktion führte. Der bakterielle Abbau dieser Biomasse wiederum verursachte häufig Sauerstoffmangel, was das Ökosystem und die Lebewesen beeinträchtigte.
Quelle: Kanton Bern
Auch im Amsoldingersee ist die Wasserqualität wegen zu vielen Nährstoffen und weiteren Verunreinigungen nicht gut.
Frühere Befunde bestätigt
Nun hat der Kanton die Ergebnisse aus der letzten Untersuchung von 2023 veröffentlicht: Diese bestätigen die früheren Befunde zu hoher Nährstoffkonzentrationen. In allen zehn Seen fanden die Fachleute zudem zahlreiche Mikroverunreinigungen: Pestizide und deren Abbauprodukte, Haushaltschemikalien sowie Ewigkeitschemikalien, sogenannte PFAS. In manchen Seen könne aufgrund dieser Stoffe eine schädliche Wirkung auf Wasserlebewesen nicht ausgeschlossen werden.
Und die Prognose ist auch nicht gut: Laut dem Bericht dürfte der Klimawandel die Situation zusätzlich verschärfen. (SDA/bk)