Obwalden kann Wettbewerb für Verwaltungszentrum in Sarnen starten
Obwalden will auf dem Areal Foribach in Sarnen, wo sich die Kantonspolizei und das Verkehrssicherheitszentrum befinden, mehrere Verwaltungseinheiten ansiedeln. Der Kantonsrat hat nun grünes Licht für einen Projektwettbewerb gegeben.
Quelle: Google Maps
Obwalden will auf dem Areal Foribach in Sarnen mehrere Verwaltungseinheiten ansiedeln.
Das Parlament hiess am Donnerstag mit 52 zu 0 Stimmen einen Kredit von 845’000 Franken gut. Der offene, einstufige und anonyme Wettbewerb soll bis Ende Jahr durchgeführt werden. Baudirektor Josef Hess (parteilos) sagte dazu im Kantonsrat, die Kriterien für den Wettbewerb seien noch nicht fertig definiert. Der zur Verfügung stehende Handlungsspielraum werde genutzt.
Verschiedentlich wurden im Kantonsrat die Kosten für den Wettbewerb als hoch bezeichnet, so von Karl Feierabend (SVP). Der Wettbewerb verspreche aber die bestmögliche Lösung, sagte er. Trudi Abächerli (FDP) forderte angesichts der Kosten, dass der Wettbewerb unter klaren Bedingungen geführt werde.
Platzmangel im Polizeigebäude
Ziel des Projekts ist es, verschiedene kantonale Verwaltungseinheiten auf dem Areal Foribach zusammenzuführen. Dazu gehören das Sicherheits- und Sozialdepartement, das Bau- und Raumentwicklungsdepartement, das Staatsarchiv sowie das Archiv der Kantonsbibliothek. Die Planung berücksichtigt zudem auch Lagerräumlichkeiten des Historischen Museums Obwalden.
Das heute auf dem Areal stehende Polizeigebäude mit Verkehrssicherheitszentrum (VSZ) entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Zudem bestehen Mängel in den Bereichen Brandschutz, Erdbebensicherheit, Barrierefreiheit und Energieeffizienz. Weiter herrscht trotz einer Aufstockung im Jahr 2012 nach wie vor Platzmangel.
Lösungen für Areal-Ausbau gesucht
Machbarkeitsstudien haben gezeigt, dass ein Teil des künftigen Raumbedarfs des Verkehrssicherheitszentrums auf dem unternutzten Werkhofareal in Sarnen besser realisiert werden kann. Der Kantonsrat hatte bereits im Oktober einen Objektkredit für die dafür notwendige Erschliessung des Areals bewilligt.
Mit dem Wettbewerb soll nun der konkrete Ausbau des Areals mit Fokus auf optimierte betriebliche Abläufe und eine möglichst reibungslose Etappierung aufgezeigt werden. Die Investitionskosten für das gesamte Projekt werden auf 60 bis 70 Millionen Franken geschätzt. (sda/pb/mgt)