Immobilienmarkt: Abkühlung in zehn Jahren zeichnet sich ab
Brisanter Befund des Immobilienunternehmens MoneyPark: Der demographische Wandel wird für den Schweizer Immobilienmarkt in einigen Regionen zu Problemen führen.
Quelle: Stefan Gyr
Die Immobilienexperten von MoneyPark erwarten in zehn Jahren eine deutliche Abkühlung des Schweizer Wohnungs- und Häusermarktes.
Die demografische Entwicklung stellt den Wohnungs- und Häusermarkt in mehreren Schweizer Kantonen vor tiefgreifende strukturelle Herausforderungen: Zu diesem Befund gelangen die Immobilienexperten von MoneyPark: Die Alterung der Bevölkerung, verbunden mit der Verschiebung der Nachfrage hin zu kleineren Wohnobjekten, dürfte für bestimmte Regionen zu Problemen führen.
Besonders deutlich zeigt sich dies gemäss der Analyse in zehn "Verlierer-Kantonen": Diese sind das Tessin, Bern, Neuenburg, Jura, Appenzell Ausserrhoden, Nidwalden, Obwalden, Graubünden, Glarus und Schaffhausen. Diese Kantone vereinen rund 23 Prozent des gesamten Hypothekarvolumens der Schweiz auf sich.
Diese Kantone durchlaufen indes auch den grössten demografischen Wandel und erleben laut der Studie bereits heute eine stagnierenden oder sogar rückläufige Wohnraumnachfrage. Der Kern des Problems liegt gemäss MoneyPark in der Altersstruktur: Das Bevölkerungswachstum in diesen Kantonen findet fast ausschliesslich in der Gruppe der über 65-Jährigen statt. (SDA/bk)