12:07 BAUPROJEKTE

World Architecture Festival: Das sind die Anwärter für die Awards

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaserbild-Quelle: Karlos Belaniso

Ein schattenspendendes Schulgebäude in Indien, eine Kläranlage als terrassenförmige Landschaft in China oder ein futuristisches Mars-Habitat: Die Projekte auf der Shortlist des diesjährigen World Architecture Festivals (WAF) sind vielseitig. Ein Augenschein.

Torontoturm

Quelle: Core Architects

Markante Balkonstreifen setzen im aufstrebenden Stadtbezirk Greater Golden Horseshoe von Toronto skulpturale Akzente anstelle der formalen Strenge vieler Wohntürme. (Architektur: CORE Architects)

Anlässlich des World Architecture Festivals (WAF) werden nächsten Herbst in Lisabon der prestigeträchtige Titel «Weltgebäude des Jahres» sowie die WA Awards verliehen. Kürzlich wurde in diesem Zusammenhang eine Shortlist mit insgesamt 422 Projekten veröffentlicht, die in den Kategorien «Completed Buildings», «Future Projects» und «Landscape» bewertet werden.

Unter den eingereichten Beiträgen ist Architektur aus über 50 Ländern vertreten, wobei China von allen Ländern am meisten Projekte eingereicht hat. Mehr Gebäude als in den Vorjahren stellen aber auch Architektinnen und Architekten aus Indien und der Türkei vor.

Futuristisches Mars-Habitat

Die Projekte sind vielseitig. Teil der engeren Auswahl ist so etwa ein Schulgebäude im indischen Rajasthan, das im Aussenraum auf raffinierte Weise Schatten spendet. Aber auch eine terrassenförmig strukturierte Landschaft in China, die in Zeiten der Wasserknappheit als Kläranlage dient oder das neue SoFi-Stadion in Los Angeles.

In der Kategorie «Future Projects» findet ein futuristisches Gebäude für eine Kolonie zur Marsbesiedelung Aufnahme. Hienieden ein spektakulärer Wurf ist der Veranstaltungssaal Koko Camden, der nach einem Brand für 100 Millionen US-Dollar restauriert und erweitert wurde. In einer Bilderstrecke stellen wir unten einige Projekte kurz vor.

Die Auszeichnungen werden während der Festivals vergeben, das vom 30. November bis 2. Dezember in Lissabon über die Bühne geht. Verliehen werden die Awards zum 15. Mal. Die Shortlist kann unter www.worldarchitecturefestival.com eingesehen werden. 

Rajasthan

Quelle: Dinesh Mehta

Die abgewinkelten Wände dieser Schule im nordindischen Ras spenden Schatten im zentralen Innenhof. Die durchlässige Konstruktion verhindert Hitzestaus, indem Korridore und Wege auf natürliche Weise belüftete werden. (Architektur: Sanjay Puri Architects)

Bergbaumuseum

Quelle: Yang Ying Design Studio

Das Shuikou Mountain Workers Movement Memorial Museum ehrt die Geschichte der Arbeiter in einem Bergbaugebiet bei Hengyang in der chinesischen Provinz Hunan. (Architektur: Yang Ying Design Studio)

Hebei

Quelle: Turenscape

Um der Wasserknappheit und den Folgen der Umweltverschmutzung entgegenzuwirken, soll bei Handan in der chinesischen Provinz Hebei Abwasser umweltgerecht gereinigt und der Wiederverwertung zugeführt werden. (Architektur: Turenscape Handan City, China)

Villa

Quelle: Louisa Nikolaidou

Form und Materialwahl dieses Anwesens auf der griechischen Insel Paros, wo einst Herakles der Mythologie zufole an Land gegangen sein soll, entsprechen traditioneller Bauweise mit weissem Stuck als Verputz und Fensterleibungen aus Marmor. (Architektur: Studio Seilern Architects)

Beeah Group

Quelle: Hufton + Crow

Das Gebäude bei Sharjah in den Vereinigten Arabische Emiraten verrät schon auf den ersten Blick die Handschrift der verstorbenen Architektin Zaha Hadid. Solarbetrieben dient es der Nachhaltigkeitsorganisation Beeah Group als Hauptsitz. (Architektur: Zaha Hadid Architects Sharjah, UAE)

Mars

Quelle: Karlos Belaniso

Das futuristische Projekt Hexarion will aufzeigen, wie sich eine Kolonie auf dem Mars mittels Kreislaufwirtschaft eine Umgebung schaffen kann, die für Menschen den Aufenthalt auf dem roten Planeten erst ermöglicht. (Architektur: BER SAB ARC Design Studio)

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Redaktor Baublatt

Seine Spezialgebiete sind wirtschaftliche Zusammenhänge, die Digitalisierung von Bauverfahren sowie Produkte und Dienstleistungen von Startup-Unternehmen.

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© James Sullivan, unsplash

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