Tiefgarage von Zürcher Gymnasium Rämibühl wird zur Turnhalle
Der Regierungsrat will einen Teil der Tiefgarage des Zürcher Gymnasiums Rämibühl zur Turnhalle umbauen. Auch die ausrangierte dortige Zivilschutzanlage soll Teil der neuen Dreifachturnhalle sein. Rund 20 Millionen Franken soll der Bau kosten.
Quelle: Zürcher Baudirektion
Aussenansicht des Gebäudekomplexes «Sporthallen Freiestrasse» mit sichtbaren Betonstrukturen, begrünter Dachlandschaft und integrierten Sitzbereichen.
Nötig sei die Umnutzung wegen des Universitäts-Neubaus Forum UZH, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Für den Herzog-De-Meuron-Bau wurden Sportanlagen abgerissen, die von den Kantonsschulen Stadelhofen, Hohe Promenade und Hottingen sowie den beiden Rämibühl-Schulen MNG und RG genutzt wurden. Derzeit sei der Bedarf nur dank temporärer Anlagen gedeckt.
Bereits für den Kunsthaus-Neubau mussten zwei Turnhallen in diesem Gebiet weichen. Die Tiefgarage aus den 1960er-Jahren sei einst «grosszügig geplant» worden. Einen Grossteil der Parkplätze nutze die Schule heute nicht mehr. Die Zivilschutzanlage, die ebenfalls aus den 1960er-Jahren stammt, ist auch nicht mehr in Betrieb. Umgebaut wird allerdings nur ein Teil der zweistöckigen Tiefgarage.
Eröffnung für 2031 geplant
Der Regierungsrat sieht in der Umnutzung eine innovative Lösung. Im dicht bebauten Quartier biete sie eine raumplanerisch, ökonomisch und ökologisch überzeugende Lösung für die benötigte Sportfläche. Zudem werde dank der Weiterverwendung bestehender Bausubstanz graue Energie eingespart, was den CO2-Ausstoss gegenüber einem Neubau senke, heisst es weiter.
Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung des Gymis Rämibühl entstehe eine moderne Sportanlage mit Dreifachturnhalle. Finster soll die neue Anlage nicht werden: Auf einer Seite soll eine natürliche Belichtung realisiert werden. Auf der Seite der Freiestrasse ist zudem ein separater Zugang vorgesehen.
Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Objektkredit von 20,45 Millionen Franken. Voraussichtlich ab dem Schuljahr 2031/2032 sollen Schülerinnen und Schüler die Halle nutzen können. (sda/mgt/pb)
Quelle: Zürcher Baudirektion
Lichtdurchflutete Innenansicht der Sporthalle mit hellen Holzböden, orangen Deckenträgern und blau vertäfelten Wänden im aktiven Sportbetrieb.