Stadt Zürich sieht Potenzial für 300 Wohnungen auf Josef-Areal
Auf dem Josef-Areal könnten laut einer Studie bis zu 305 Wohnungen entstehen. Der Zürcher Stadtrat hat bisher unter anderem Alterswohnungen und ein Hallenbad geplant. Das Stadtparlament forderte aber auch gemeinnützige Wohnungen.
Quelle: Google Maps
Zum Josef-Areal gehören die beiden Grundstücke des Kehrichtheizkraftwerks Josefstrasse und der Zentralwäscherei in Zürich-West.
140 bis 170 zusätzliche gemeinnützige Wohnungen wären
möglich, wie die Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Zusammen mit den
Alterswohnungen wären es 305. Dazu sollen 120 Pflegewohnplätze in einem
Alterszentrum kommen.
Gemäss Richtplan liegt das Areal in einer Zone für
öffentliche Infrastruktur. In der Vergangenheit nutzten die Zentralwäscherei
und die Kehrichtverbrennung das 20'000 Quadratmeter grosse Areal im Kreis 5.
Eine Auszonung ist laut Vertiefungsstudie nicht möglich.
Die Studie zeige aber, dass mehr Wohnungen möglich seien,
wenn dicht gebaut werde. Das Quartier soll von quartierfremdem Verkehr befreit
und begrünt werden.
Hallenbad immer noch möglich
Die Stadt betont auch, dass alle ursprünglich vorgesehenen
Nutzungen trotz zusätzlichen Wohnungen weiterhin möglich wären. Neben
Alterswohnungen und Hallenbad sind das ein Quartierpark, ein Werkhof und Räume
für das Quartier.
Bis Ende 2026 soll ein neues Entwicklungskonzept ausgearbeitet
werden. Im Anschluss könnten eine Machbarkeitsstudie, die nötigen
Architekturwettbewerbe sowie ein Gestaltungsplanverfahren gestartet werden.
Baustart frühestens 2035
Das Stadtparlament zerzauste die ursprünglichen Pläne des
Stadtrats. Im März 2024 überwies es eine Motion deutlich, die mehr Wohnungen
forderte. Das Areal könne viel mehr sein, als der Stadtrat wolle, hiess es. Der
damalige Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) wehrte sich erfolglos mit dem Verweis
auf die hohe Dichte, welche die zusätzlichen Wohnungen dem Quartier bringen
würde, und die nicht mögliche Umzonung.
Derzeit befinden sich Zwischennutzungen aus den Bereichen Sport und Kultur auf dem Gelände. Am 14. Juni sprach sich die Stimmbevölkerung für eine finanzielle Unterstützung der Zwischennutzungen aus. Auch der provisorische Quartierpark «Josefina» und das Zentrum für Kreislaufwirtschaft «Josy» befinden sich auf dem Areal. Frühestens 2035 soll das Josef-Areal umgebaut werden. (sda)