Pläne für Überbauung in Bern-Bethlehem nehmen erste Hürde
Die Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) des Berner Stadtrats hat sich einstimmig hinter die Vorlage zur Entwicklung des Zentrums Bethlehem gestellt. Geplant ist ein modernes Quartier mit rund 200 Wohnungen und rund 500 Arbeitsplätzen.
Quelle: Stadt Bern
Modellfoto des Richtprojekts für die geplante Überbauung auf dem Areal des Zentrums Bethlehem.
Die PVS beurteilt die Vorlage als ausgewogen und zukunftsgerichtet, heisst es in einer Mitteilung der Kommission von Dienstag. Sie nutze das hohe Entwicklungspotenzial des Areals und leiste einen wichtigen Beitrag zur Innenentwicklung an einem gut erschlossenen Standort. Von der Kommission besonders gewürdigt wurde, dass die Hälfte der rund 200 geplanten Wohnungen als preisgünstiger Wohnraum erstellt wird.
Die Kommission unterbreitet dem Stadtrat aber noch zwei Zusatzanträge. Zum einen soll der Mindestanteil naturnaher Lebensräume von 15 auf 20 Prozent erhöht werden, um den Vorgaben des städtischen Biodiversitätskonzepts Rechnung zu tragen. Zum anderen soll der Gemeinderat nicht-kommerzielle Zwischennutzungen für den bestehenden Bau prüfen. So könnte ein längerer Leerstand während der Entwicklungsphase verhindert werden.
Volksabstimmung im November
Die Kommission kommt gemäss Mitteilung zum Schluss, dass die Vorlage eine ausgewogene Balance zwischen Wohnraumschaffung, Gewerbe, Versorgung, sozialer Durchmischung und Freiraumgestaltung schafft. Sie empfiehlt die Überbauungsordnung sowie die damit verbundenen Landgeschäfte deshalb einstimmig zur Genehmigung.
Für das Areal an der Riedbachstrasse ist eine dichte, nutzungsdurchmischte Überbauung mit Wohnungen, einem Einkaufszentrum, Gewerbeflächen und Räumlichkeiten für die Arbeitsintegration vorgesehen. Künftig sollen hier rund 550 Menschen wohnen und rund 500 Personen arbeiten. Der Stadtrat wird die Vorlage an einer seiner nächsten Sitzungen beraten. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich am 29. November 2026 statt. (mgt/pb/sda)