14:34 BAUPROJEKTE

Kunstmuseum Bern: Referendum gegen Sanierung

Teaserbild-Quelle: Schmidlin Architekten.

Ein überparteiliches Komitee hat ein Referendum gegen das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt des Kunstmuseums Bern eingereicht. Damit dürfte das Geschäft aller vors Volk kommen.

Erweiterungsgebäude und den Stettlerbau (Visualisierung)

Quelle: Schmidlin Architekten.

Rendering des geplanten Sanierungs- und Erweiterungsprojekts des Berner Kunstmuseum: Eine Volksabstimmung ist wahrscheinlich.

Genau 14252 Unterschriften gegen das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt des Kunstmuseums Bern hat ein überparteiliches Komitee gesammelt und eingereicht - für ein Referendum werden 10000 benötigt. Sofern die Prüfung der Signaturen durch die Staatskanzlei positiv ausfällt, womit zu rechnen ist, wird das Geschäft vors Stimmvolk kommen. Allenfalls schon im Juni könnte über die Vorlage abgestimmt werden.

Das Referendumskomitee aus Vertreterinnen und Vertretern der SVP, der GLP und der EDU sowie von parteiunabhängigen Personen wehrt sich nicht generell gegen die Sanierung, sondern gegen das geplante Projekt «Eiger», das klar über den Sanierungsbedarf hinausgehe.


Modell

Quelle: «Bildkultur» - Markus Mühlheim

Das Projekt im Modell. Die Gegner kritisieren, das Projekt habe Gemäss Komitee hat das Projekt in den letzten Jahren «eine beunruhigende finanzielle Dynamik» entwickelt.

«Unausgewogen und überdimensioniert»

Gemäss Komitee hat das Projekt in den letzten Jahren «eine beunruhigende finanzielle Dynamik» entwickelt. Gemeint ist der Umstand, dass man 2021 noch von einem Kantonsbeitrag von 40 Millionen Franken ausging. 2024 sei dieser auf 57,6 Millionen  erhöht worden, bei geschätzten Gesamtkosten von rund 147 Millionen Franken, über 81 Millionen davon zulasten der Steuerzahlenden. 

Das Siegerprojekt «»Eiger«» beinhaltet die Sanierung des historischen Stettlerbaus und die Erstellung eines Ersatzneubaus für den Atelier-5-Bau sowie die Sanierung des Gebäudes an der Hodlerstrasse 6. Der Grosse Rat hatte im September 2025 für die Projektierung des Vorhabens 15,7 Millionen Franken genehmigt. Die Befürworter des Projekts haben ihrerseits bereits ein Abstimmungskomitee gebildet, um sich für das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt einzusetzen. (SDA/bk)


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