Regierung legt Anpassung der KWO-Konzession für Grimselstausee vor
Der Berner Regierungsrat will die rechtlichen Voraussetzungen für die Erhöhung des Grimselstausees schaffen. Er legt dem Grossen Rat die dafür nötige Anpassung der Wasserkraftkonzession der KWO vor, wie er am Donnerstag mitteilte.
Quelle: KWO / David Birri
Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) will die Staumauern Spitallamm und Seeuferegg um 23 Meter erhöhen.
Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) will mit einer Erhöhung der Staumauern Spitallamm und Seeuferegg den maximalen Wasserspiegel um 23 Meter anheben. Mit dem Ausbau könnte zusätzliche Energie gespeichert und insbesondere im Winter genutzt werden. Laut Regierung entspricht dies einer Strommenge für mehr als 53'000 Haushalte.
Das Vorhaben stehe im Einklang mit der Energiestrategie 2050 des Bundes, hielt der Regierungsrat fest. Am «Runden Tisch Wasserkraft» sei es als eines der national prioritären Speicherprojekte mit grossem Winterstrom-Potenzial bewertet worden. Die Anpassung der Konzession regelt auch ökologische Vorgaben.
Gemeinden unterstützen Projekt
Vorgesehen sind ein Restwasserregime sowie zusätzliche Massnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Damit werde gewässerökologischen Interessen Rechnung getragen, so der Regierungsrat.
Gemäss Mitteilung unterstützen die betroffenen Gemeinden Guttannen und Innertkirchen das Projekt. Sie hatten zunächst Vorbehalte geäussert und Nachbesserungen verlangt. (sda/pb)