EWL lässt in Schwarzenberg LU Wind für möglichen Windpark messen
Der städtische Energieversorger EWL startet in Schwarzenberg mit Windmessungen für einen möglichen Windpark. Mit einem 125 Meter hohen Masten untersucht er die Wind- und Wetterverhältnisse im Gebiet Hinterberg.
Die 18 Monate dauernden Messungen auf der Büerlhöchi im Gebiet Hinterberg bilden eine wichtige Grundlage für den Entscheid, ob das Windprojekt Schwarzenberg weiterverfolgt wird, heisst es in einer Mitteilung von EWL von Mittwoch. Zusätzlich werden ab nächstem Frühling die Aktivitäten von Fledermäusen untersucht. Erste Auswertungen sind für Frühling/Sommer 2027 vorgesehen.
Die Daten werden mit Messgeräten an einem 125 Meter hohen Windmessmast erfasst. Mit ihnen überprüft der Energieversorger die Annahmen zu den Windverhältnissen aus der Machbarkeitsstudie. «Die Messungen liefern wichtige Erkenntnisse zur Wirtschaftlichkeit des Projekts und zu möglichen Auswirkungen auf die Umgebung», so Martin Arnold, Geschäftsleitungsmitglied und Leiter Realisierung bei EWL.
Mitwirkung und Bevölkerungsumfrage
Geplant ist ein Windpark mit bis zu fünf Windkraftanlagen. Neben den technischen und planerischen Abklärungen läuft derzeit auch eine erste Mitwirkungsphase mit der Bevölkerung vor Ort. In zwei Workshops bringt diesen Herbst eine 25-köpfige Gruppe, bestehend aus Grundeigentümern im Windenergiegebiet sowie interessierten Personen aus dem Dorf, Fragen, Anliegen und Empfehlungen ein.
Dabei gehe es sowohl um das Projekt als auch um mögliche Beteiligungs- und Entschädigungsmodelle. Hinweise und Anliegen könnten damit frühzeitig aufgenommen und geprüft werden, heisst es. Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch eine Bevölkerungsumfrage geplant. Weitere Anspruchsgruppen wie Umweltorganisationen, Verbände und umliegende Gemeinden will EWL ab 2027 einbeziehen. (mgt/pb)