15:11 BAUPROJEKTE

Bundesamt für Verkehr bewilligt Neat-Zulaufstrecke in Basel

Teaserbild-Quelle: Thomas Leuthard, Flickr, CC

Das Bundesamt für Verkehr hat den Ausbau der Neat-Strecke in Basel vom Rhein bis zur Landesgrenze zu Deutschland auf vier Spuren genehmigt. Für die Kosten von 260 Millionen Franken wird grösstenteils Deutschland aufkommen.

Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels hat die Schweiz im September das Jahrhundert-Bahnprojekt "Neue Eisenbahn-Alpentransversale" (Neat) vollendet. Noch nicht soweit ist man bei den internationalen Anschlüssen und den Zulaufstrecken.

Streckenabschnitt vom Rhein über den Badischen Bahnhof zur Landesgrenze

Konkret geht es um den 3,1 Kilometer langen Streckenabschnitt vom Rhein über den Badischen Bahnhof bis zur Landesgrenze nach Deutschland, der auf vier Spuren ausgebaut werden soll, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Dienstag mitteilte. Die Inbetriebnahme der ausgebauten Strecke ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

Der Streckenabschnitt ist Eigentum des deutschen Bundesbahnvermögens, liegt aber auf Schweizer Boden. Deshalb war das BAV für die Baubewilligung zuständig, die laut Communiqué am 30. Oktober erteilt wurde. Für die Kosten von 260 Millionen Franken wiederum muss gemäss einem Staatsvertrag aus dem Jahr 1996 grösstenteils Deutschland aufkommen - mit Zuschüssen aus der EU und aus Eigenmitteln der Deutschen Bahn (DB). 

36 Einsprachen gegegn das Ausbauprojekt

Gegen das Ausbauprojekt waren laut Mitteilung des BAV 36 Einsprachen eingegangen. Die DB habe ihr Projekt deshalb "in verschiedener Hinsicht" anpassen müssen, um die Anwohnerschaft und die Umwelt von negativen Auswirkungen schützen zu können.

Dazu gehörten zehn Ersatzflächen zur Kompensation des tangierten Trockenwiesen-Standorts am ehemaligen badischen Rangierbahnhof.

Beim Schutz vor allfälligen Unfällen bei Gefahrengut-Transporten habe die DB mit Entgleisungs-Schutzvorrichtungen, Brandschutzmassnahmen und Geschwindigkeitsreduktionen weitergehen müssen als ursprünglich vorgesehen. Und schliesslich seien Lärmschutzwände und Schallschutzfenster eingeplant worden.

Obwohl verschiedene Teilstrecken zwischen Karlsruhe und Basel inzwischen ausgebaut seien, befinde sich die Erweiterung auf vier Spuren auf deutschem Gebiet im Verzug, heisst es weiter. Die DB rechne mit einer Zeitspanne bis voraussichtlich 2040. Deutschland wolle aber mit verschiedenen Übergangsmassnahmen dafür sorgen, dass bereits früher mehr Güterzüge als heute auf der Strecke verkehren können.


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