Bürglen UR stimmt über neues Gemeindehaus im Zentrum ab
Die Stimmberechtigten von Bürglen UR entscheiden am 27. September über den Bau eines neuen Gemeindehauses im Dorfkern. Das rund sechs Millionen Franken teure Projekt umfasst auch zwölf öffentliche Parkplätze, wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilte.
Quelle: zvg. Gemeinde Bürglen
Die Gemeindeverwaltung von Bürglen und die Postfiliale soll künftig im Dorfkern «Pfarrmätteli» untergebracht werden. Dafür soll sie Stockwerkeigentum in einer geplanten Wohnüberbauung erwerben.
Der Gemeinderat will die Gemeindeverwaltung und die Postfiliale künftig im Dorfkern «Pfarrmätteli» unterbringen. Dafür soll sie Stockwerkeigentum in einer geplanten Wohnüberbauung erwerben. Für das Areal besteht seit 2019 ein rechtskräftiger Quartiergestaltungsplan; die Baob AG mit Sitz in Altdorf will es mit fünf Gebäuden und einer Tiefgarage überbauen.
Die Firma erhielt dafür von der Römisch-Katholischen Kirchgemeinde Bürglen ein Baurecht über 99 Jahre. Geplant ist, dass die Verwaltung in zwei der Häuser einzieht und dort bis zu 21 Arbeitsplätze sowie Büro-, Schalter- und Sitzungsräume erhält. Einer der drei Sitzungsräume soll auf Reservation hin auch für Kommissionen und Vereine nutzbar sein. Zudem sind ein Gemeindearchiv und ein Keller im Untergeschoss vorgesehen.
Parallel dazu plant die Gemeinde gemäss Mitteilung den Kauf von zwölf öffentlichen Tiefgaragenplätzen zu je 50'000 Franken, die bewirtschaftet und rund um die Uhr zugänglich sein sollen. Dafür steht ein über Ersatzabgaben geäufneter «Fonds Parkplätze» mit derzeit gut 438'000 Franken zur Verfügung.
Schule soll heutiges Verwaltungsgebäude nutzen
Mit dem Umzug ins «Pfarrmätteli» würden die heutigen Verwaltungsräume frei, so der Gemeinderat in der Mitteilung. Diese sollen künftig von der Schule genutzt werden. Schulleitung, Schulsozialarbeit, Heilpädagogik und der Hauswartsdienst sollen dort zusammengeführt werden. Im Schulhaus Spielmatt 1 würde zusätzlich ein Klassenzimmer frei, das bisher als Büro genutzt wurde.
Der Gemeinderat sieht in der Lösung eine «Entflechtung von Schule und Verwaltung» sowie eine Stärkung des Dorfkerns. Eine Verwaltung mit einer Postfiliale im Dorfzentrum wäre gut zugänglich und gut erreichbar. Der Kaufpreis sei in intensiven Verhandlungen mit den Entwicklern vereinbart worden und gelte als angemessen und marktüblich. Der Kauf sei ohne Steuererhöhung «finanziell tragbar», so die Behörde.
Die Entwickler hätten zudem in Aussicht gestellt, lokale und regionale Betriebe zur Einreichung von Angeboten einzuladen. Das Projekt wird der Bevölkerung nach den Sommerferien am 19. August vorgestellt. (pb/mgt/sda)