14:10 BAUPROJEKTE

Der „Chessu“, erstes AJZ der Schweiz, wird saniert und ausgebaut

Teaser-Quelle: Urs Steiner, Flickr, CC BY 2.0

Der „Chessu“ oder „La Coupole“ in Biel kann definitiv saniert und ausgebaut werden: Nachdem der Verein Autonomes Jugendzentrum (AJZ) die Finanzierung gesichert hat, gibt auch die Stadt Biel die versprochenen Mittel frei.

Gasekessel in Biel

Quelle: Urs Steiner, Flickr, CC BY 2.0

Das erste AJZ der Schweiz: der Gaskessel in Biel.

Biels Autonomes Jugendzentrum (AJZ) in den ehemaligen Gasreservoirs - besser bekannt als "Chessu" oder "La Coupole" - existiert seit 1975. Es ist das älteste Autonome Jugendzentrum der Schweiz und lockt mit jährlich 120 bis 150 Veranstaltungen bis zu 70'000 Besucher auch von ausserhalb an. 1995 wurde es um einen Anbau erweitert. Dieser ist nun sanierungsbedürftig und soll mit einem grösseren Gebäude ersetzt werden. Daneben ist vorgesehen, die räumlichen Bedingungen für Veranstaltungen zu verbessern und Lärmschutzmassnahmen zu ergreifen. Die Baubewilligung liegt bereits vor. Die zum Baubeginn nötigen Arbeitsgattungen seien bereits ausgeschrieben und vergeben worden, heisst es in der Medienmitteilung der Stadt.

2.8 Millionen Franken für die Villa Fantasie

Insgesamt kostet das Projekt rund 4,5 Millionen Franken. Die Stadt unterstützt es mit total 2.8 Millionen Franken, dieser Kredit ist 2011 vom Stadtrat gesprochen worden. Mit dem Kredit entschädigt die Stadt das Jugendzentrum dafür, dass die zum Jugendzentrum gehörende Villa Fantasie der angrenzenden Überbauung Esplanade Nord weichen und darum abgebrochen werden muss.  Unterdessen hat die Stadt bereits rund 0.8 Millionen bezahlt, und nun folgt mit dem Betrag von knapp 2 Millionen Franken die letzte Tranche. Damit

Die übrigen Gelder für das Bauvorhaben sicherten die AJZ-Betreiber mittels eines eigenen Fundraising - mit Solidaritätsveranstaltungen und Gesuchen an Institutionen. Als zusätzliche Absicherung hat der Gemeinderat zudem einen Nachkredit von 150'000 gesprochen. Diese Mittel könnten jedoch nur im Fall und im Umfang allfälliger Finanzierungslücken abgerufen werden, schreibt die Stadt.

Mit der Teilzahlung der Stadt steht dem Baubeginn nun nichts mehr im Wege. (mgt/sda/mai)

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