Basler Grosser Rat genehmigt Darlehen für den Wärmeverbund Riehen
Der Basler Grosse Rat hat am Mittwoch mit 89 zu 1 Stimmen ein bedingt rückzahlbares Darlehen von 7,6 Millionen Franken für den Wärmeverbund Riehen genehmigt. Das Geld ist für den Ausbau des Geothermie-Fernwärmenetzes bestimmt.
Quelle: Erdwärmeriehen
In Riehen BS soll dereinst eine zweite Geothermieanlage entstehen.
Die Basler Regierung und die Gemeinde Riehen hatten sich darauf geeinigt, sich je zur Hälfte an der Ausgabe für diesen Ausbau zu beteiligen. Der Einwohnerrat in Riehen wird voraussichtlich im Oktober über das 7,6-Millionen-Darlehen entscheiden. Für die beiden unverzinslichen Darlehen ist eine Abrufdauer von 15 Jahren vorgesehen, wie es im Ratschlag der Regierung heisst.
Der Wärmeverbund Riehen will das Fernwärmenetz in der Landgemeinde um 5,5 Kilometer ausbauen und bis zu 620 neue Hausanschlüsse ermöglichen. Damit soll der jährliche CO2-Ausstoss des Kantons Basel-Stadt um rund 6875 Tonnen sinken.
Die Kantonsverfassung sieht ein Netto-Null-Ziel bis 2037 vor. Zudem müssen 47 Prozent der produzierten Wärme, die nicht aus erneuerbarer Energie stammt, ersetzt werden. Dies soll unter anderem mit dem bereits beschlossenen Erdwärmeprojekt «geo2riehen» erreicht werden.
Erweiterung der Geothermieanlage
Mit dem Projekt «geo2riehen» wird die bestehende Geothermieanlage in Riehen erweitert. Die Industriellen Werke Basel (IWB) und der Wärmeverbund Riehen hatten dafür vor vier Jahren das Erdwärmevorkommen erkundet, unter anderem mit Messfahrzeugen und sogenannten Geophonen rund um Basel.
Nach der Datenauswertung wurde vor zwei Jahren ein möglicher Standort für die zweite Geothermieanlage im Gebiet Grendelmatten bekanntgegeben. Die bestehende Geothermieanlage in Riehen ist seit 1994 in Betrieb; mit der zweiten Anlage sollen weitere 4000 Personen versorgt werden. (sda/pb/mgt)