Alpiq baut Wasserkraftwerk in Spanien
Der Energiekonzern Alpiq expandiert nach Spanien: Das Unternehmen hat das im Bau befindende Pumpspeicherprojekt Navaleo übernommen, das dereinst eine flexible Leistung von 535 Megawatt bereitstellen soll.
Quelle: Nant de Drance | Sébastien Moret
2030 soll das Pumpspeicherkraftwerk im Nordwesten Spaniens ans Netz gehen.
Entwickelt wurde das Projekt, das eine Wasserkonzession für 75 Jahre besitzt, vom spanischen Unternehmen Erbienergía. Es handelt sich bei Navaleo um ein Pumpspeicherprojekt in der spanischen Provinz León im Nordwesten der iberischen Halbinsel. Die Anlage ist konzipiert als umweltfreundliches Kraftwerk mit 552 MW Leistung, das als «Batterie» für erneuerbare Energien dient.
Das Projekt zeichnet sich durch die Nutzung ehemaliger Minenwasserreservoirs aus: Es nutzt Wasser aus stillgelegten Bergwerken, was eine Sanierung der Umwelt darstellt und zur Lösung von Wasserproblemen in der Region beiträgt. Zugleich handelt es sich um ein geschlossenes System ohne externen Wasserzufluss, dafür aber mit zwei mächtigen Speichern und einem Gesamtvolumen von 2,23 Millionen Kubikmeter Wasser.
Die Anlage soll ab Anfang der 2030er Jahre den kommerziellen Betrieb aufnehmen und ist für Alpiq das erste grosse Wasserkraftprojekt ausserhalb der Schweiz. Erbienergía bleibt als Aktionärin und Entwicklerin am Projekt beteiligt. Finanzielle Angaben werden in der Mitteilung nicht gemacht. (SDA/bk)