80 neue Wohnungen für Siedlung «Unteres Bühl» in Oberwinterthur
Die Axa Anlagestiftung will die Siedlung «Unteres Bühl» in Oberwinterthur energetisch sanieren und mit An- und Neubauten um 80 Wohnungen erweitern. Wie die Stiftung am Dienstag mitteilte, liegt die Baubewilligung inzwischen vor.
Quelle: Axa
Die Wohnsiedlung «Unteres Bühl» in Oberwinterthur soll energetisch saniert und mit An- und Neubauten um 80 zusätzliche Wohnungen ergänzt werden.
Die zwischen 1974 und 1990 in drei Etappen erbaute Wohnsiedlung in Oberwinterthur präge seit ihrer Fertigstellung das Stadtbild des alten Ortskerns, heisst es in einer Mitteilung der Axa Anlagestiftung von Dienstag. Einige Wohnungen entsprechen heute aber hinsichtlich Technik und Nachhaltigkeit nicht mehr aktuellen Standards.
Vor diesem Hintergrund sollen die alten Wohnungen saniert werden. Zudem wird die Siedlung gemäss Mitteilung durch BNP Paribas um 80 weitere Wohnungen ergänzt. Die europäische Finanzgruppe verwaltet das Immobilienportfolio der Axa Anlagestiftung. Das Projekt hat gemäss Mitteilung nun die Baubewilligung erhalten.
Sanierung in bewohntem Zustand
Die Wohnhäuser des «Unteren Bühls» erinnerten an die Architektur der 60er-Jahre und gelten als besonders charakteristisches Merkmal von Oberwinterthur, heisst es weiter. Die Wohnbauten sollen deshalb in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Weiter wurde die geplante Sanierung so gestaltet, dass die Mieterinnen und Mieter in ihren Wohnungen bleiben können.
Die Mieterschaft sei bereits früh in die Planung eingebunden worden. «Unsere Mieterinnen und Mieter sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Siedlung und haben diese mitgeprägt. Wir freuen uns, dass wir diese jetzt gemeinsam fit für die Zukunft machen können», so Pascal Messmer, Asset Manager bei der BNP Paribas Group.
Konkret werden gemäss Mitteilung rund 300 Wohnungen saniert. Die Eingriffstiefe ist dabei von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich, da ein Teil der Liegenschaften bereits 2015 saniert wurde und sich andere noch weitgehend im Originalzustand befinden.
Quelle: Axa
Lageplan der Siedlung in Oberwinterthur.
Platz für 80 zusätzliche Wohnungen
Neben der Sanierung der bestehenden Gebäude wird die
Wohnsiedlung punktuell mit Anbauten erweitert. Weiter entstehen zwei Neubauten,
die sich sorgfältig in die Siedlung eingliedern sollen. Die 80 zusätzlichen
Wohnungen bieten laut der Stiftung vorwiegend Kleinwohnungen mit 1.5 bis 2.5
Zimmern und ergänzen das Angebot im Areal.
«Mit den Neubauten haben wir aber auch die Chance, das Areal
weiterzuentwickeln», so Messmer. So entstehen barrierefreie Kleinwohnungen,
wodurch einer Angebotslücke in der Siedlung begegnet werde. Im Erdgeschoss gibt
es Platz für innovative Wohnformen, wie Wohnateliers, in denen vielfältige
Nutzungen für die Gemeinschaft möglich sind. Auch eine Gewerbefläche ist Teil
des Projekts.
Parkanlage wird erneuert
Weiter soll auch der parkähnliche Aussenraum in der Siedlung
erneuert werden. Die Parkanlage mit ihren Nischen, grosszügigen Flächen,
Spielplätzen und Aufenthaltsbereichen bleibt erhalten. Für den einstöckigen
Pavillon im Herzen der Siedlung ist eine öffentliche Nutzung, wie eine Kita,
vorgesehen. Für die Gestaltung der Parkanlage ist das
Landschaftsarchitekturbüro «ghiggi paesaggi» verantwortlich.
Das Büro orientiert sich dabei am ursprünglichen Freiraumkonzept
von Fred Eicher, der Wert auf fliessende Grünräume legte. Zudem sollen mit
einer grossen Pflanzenvielfalt neue Akzente gesetzt und zugleich die
Biodiversität gefördert werden. Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro
und weiteren Fachpersonen konnten interessierte Mieter an einem Workshop ihre
Ideen zur Gestaltung des Aussenraums einbringen.
Die Bauarbeiten für die Sanierung und Erweiterung der Wohnsiedlung «Unteres Bühl» sollen gemäss Mitteilung voraussichtlich Anfang 2027 starten. (mgt/pb)