Historisches Museum Bern: Grosser Rat spricht Beitrag für Sanierung
Der Kanton Bern beteiligt sich mit insgesamt 40 Millionen Franken an der Sanierung des Bernischen Historischen Museums (BHM). Der Grosse Rat hat am Dienstag den entsprechenden Investitionskredit diskussionslos gesprochen.
Quelle: Nightnurse Images AG, Zürich
Südfassade aus der Sicht des Museumsquartiers Bern.
Der Rat stimmte dem Geschäft mit 153 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung zu. Der Beschluss unterliegt dem fakultativen Finanzreferendum. Klar angenommen wurde weiter ein Antrag der Bildungskommission, der vorsah, dass die Sanierung des BHM unabhängig von der Weiterentwicklung des Museumsquartiers erfolgen soll.
Der Kanton beteiligt sich mit einem Beitrag von 37,5 Millionen Franken an der Sanierung. Vom Kantonsbeitrag sollen zehn Millionen dem Lotteriefonds entnommen werden. 2,5 Millionen Franken für den Projektierungskredit wurden bereits 2024 bewilligt. An den Gesamtkosten von 120 Millionen Franken beteiligen sich neben dem Kanton Bern auch die Stadt Bern und die Burgergemeinde Bern mit je 40 Millionen Franken.
Die Stadt stimmt am kommenden Sonntag über ihren Beitrag ab.
BHM wird erstmals überhaupt saniert
Der historische Altbau des Museums aus dem Jahr 1894 wurde noch nie gesamthaft saniert. Das Gebäude weist heute erhebliche bauliche, gebäudetechnische und betriebliche Mängel auf, welche die Personensicherheit und Aufenthaltsqualität beeinträchtigen. Die Gesamterneuerung soll diese beheben.
Mit dem Projekt wird unter anderem ein barrierefreier Zugang erstellt. Weiter erhält das Museum eine zeitgemässe Gebäudetechnik mit einer Erdwärmeheizung. Neben der Sanierung der Infrastruktur sollen auch die veralteten Ausstellungen komplett ausgeräumt und durch eine dynamische, zeitgemässe Vermittlung ersetzt werden.
Das Gesamterneuerungsprojekt fällt zeitlich mit dem Aufbau des Museumsquartiers Bern zusammen. Die Eröffnung des sanierten Historischen Museums ist für 2032 geplant, diejenige des Museumsquartiers voraussichtlich bereits ein Jahr später. (mgt/pb/sda)