15:10 BAUPROJEKTE

114-Millionen-Projekt für Eissportzentrum in St. Moritz ist einen Schritt weiter

Teaserbild-Quelle: Penzel Valier AG/Gemeinde St. Moritz

Auf dem Areal «Islas» in St. Moritz soll unter anderem eine überdachte Eishalle entstehen. Nun ist das Projekt einen Schritt weiter: Die Gemeinde hat das Baugesuch für die nötige Altlastensanierung und die Anpassung der Verkehrsführung eingereicht.

Visualisierung neue Eishalle auf Islas-Areal in St. Moritz

Quelle: Penzel Valier AG/Gemeinde St. Moritz

St. Moritz plant auf dem Islas-Aeral unter anderem eine neue Eishalle.

Vor Beginn der Bauarbeiten muss das Gelände von den Altlasten im Boden befreit werden. Zudem muss der Strassenanschluss vorbereitet werden. «Die Sanierung erfolgt in einem schwierigen Umfeld mit Grundwasser, dem Fluss Inn, der Kantonsstrasse und bestehenden Kanalisationen», schreibt die Gemeinde St. Moritz in einer Mitteilung von Mittwoch.

Die kantonalen Fachstellen beurteilen das Gesuch gesamthaft, unter anderem mit Blick auf Altlasten, Erschliessung, Grundwasser, Lawinen- und Hochwasserschutz, Fischerei sowie den Inn. Deshalb müssen für das Bewilligungsverfahren auch Zufahrten, Materialdeponien, Bauetappen, Werkleitungen, Verkehrsprovisorien sowie Entsorgungswege und der spätere Endzustand aufeinander abgestimmt werden.

Pfählung mit Sickerpackungen

Besondere Bedeutung kommt dabei dem Gewässerschutz zu. So musste laut der Gemeinde für die Bauphasen aufgezeigt werden, wie die Wasserhaltung der Baugrube erfolgt und mit welchen Massnahmen die Qualität des Grundwassers geschützt wird. Weiter musste nachgewiesen werden, dass das geplante Gebäude die Grundwasserströme nicht beeinträchtigt.

Diese Anforderungen hatten gemäss Mitteilung direkte Auswirkungen auf die statische und bauliche Konzeption des künftigen Eissport- und Trainingszentrums auf dem Areal – inzwischen wurde ein System gefunden, das die Lastabtragung über Bodenplatte und Pfählung mit Sickerpackungen kombiniert und so den Durchfluss des Grundwassers sicherstellt.

Ursprünglich plante die Gemeinde, das Baugesuch für das Eissportzentrum Anfang des Jahres einzureichen und im Frühjahr mit den Arbeiten zu beginnen. Da sich jedoch Teile des belasteten Standorts, der Leitungen und des neuen Kreiselbauwerks ausserhalb der Bauzone befinden, muss der Kanton Graubünden die Bewilligung erteilen.

Lang ersehnte überdachte Eishalle

«Wir sind seit Beginn des Projekts mit Chur in Kontakt und haben bereits viele Eventualitäten geprüft. Daher bin ich optimistisch, was die weitere Zeitplanung angeht», so der Vizegemeindepräsident von St. Moritz, Reto Matossi, gegenüber Keystone-SDA. Der Vorsteher des Baudepartements geht davon aus, dass die Antwort der Regierung im Sommer kommt, damit die Arbeiten im Herbst beginnen können.

Das 114-Millionen-Projekt wurde im Herbst 2025 von der Stimmbevölkerung angenommen. Es umfasst den Neubau eines Eissport- und Trainingszentrums mit einer Eishalle mit Platz für rund 400 Zuschauer, ein Parkhaus mit 150 Plätzen, eine Park&Ride-Anlage sowie eine neue Wertstoffsammelstelle.

«Sollte es Verzögerungen geben, dann wahrscheinlich aufgrund von möglichen Einsprachen», so Matossi. «Wir warten seit Jahrzehnten auf eine überdachte Eishalle im Oberengadin. Die Zeitplanung ist für mich nicht der wichtigste Faktor. Wichtiger ist die Qualität des Baus und dass wir im finanziellen Rahmen bleiben.» (sda/mgt/pb)


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