Unfall in Sennwald SG legt Risiko älterer Autobahnabschnitte offen
Im Zug der Hitze hatte sich im Strassenbelag der A13 bei Sennwald SG ein Blow-Up gebildet: Bei Temperaturen über 30 Grad beginnen sich Fahrbahndecken aus Beton zu wölben und brechen. Zwei Autos haben wegen der Verformung und dem damit verbundenen, heftigen Aufprall am Pfingstmontag einen Totalschaden erlitten. Verletzt wurde niemand. Allerdings mussten beide Fahrspuren gesperrt werden.
Mittlerweile ist die gefährliche Stelle provisorisch wieder intstandgesetzt. Wie das Bundesamt für Strassen auf Anfrage gegenüber der SDA erklärte, fanden die Arbeiten über Nacht statt, sodass die beide Fahrspuren für den Verkehr wieder freigegeben werden konnte.
Laut einem Mediensprecher der Kapo St. Gallen ist der Belag der Fahrbahn bei Sennwald über den Betonplatten einst asphaltiert worden. Aufgrund der grossen Hitze dehnten sich die Betonplatten aus und sorgten dafür, dass sich der über den Fugen liegenden Asphalt auftürmte.
Klassische Betonfahrbahnen aus früheren Jahrzehnten existierten heute nur noch auf wenigen älteren Abschnitten des Nationalstrassennetzes, heisst beim Astra weiter. Dazu gehörten unter anderem Abschnitte der A13 im Rheintal, auf der A6 zwischen Bern und Thun - wo derzeit Sanierungsarbeiten stattfänden - sowie auf der A1 im Raum Rheineck - St. Margrethen. Dort ereignete sich 2015 ein vergleichbarer Vorfall. Im selben Jahr kam es ausserdem auf der A13 nördlich von Chur zu einem Blow-up.
Ältere Fahrbahnabschnitte mit bestehenden Betonplatten werden im Rahmen der langfristigen Erhaltungsplanung schrittweise instandgesetzt oder erneuert, so ein Astra-Sprecher. "Für die A13 Haag-Oberriet ist bereits eine umfassende Instandsetzung vorgesehen." Ziel sei eine sichere und langfristige Instandsetzung des Abschnitts. Der Baustart sei für 2027 vorgesehen. (sda/mai)