14:12 BAUPRAXIS

Neubau der Waldenburgerbahn: Steter Dialog als Erfolgsrezept

Geschrieben von: Ben Kron (bk)
Teaserbild-Quelle: BLT

Für 320 Millionen Franken wird die Waldenburgerbahn komplett neu gebaut und dazu der Hochwasserschutz verbessert. Um das Projekt im Oberbaselbiet zu realisieren, brauchte es viel Flexibilität bei der Planung, sowie einen steten Dialog mit der Bevölkerung und den Behörden. Ein Interview mit Reto Rotzler, Leiter Infrastruktur bei der BLT Baselland Transport AG.

Baugrube für neue Bachmauer Hochwasserschutz in Niederdorf

Quelle: BLT

Blick in die Baugrube für neue Bachmauer auf der bahnabgewandten Seite. Diese Mauer schützt Niederdorf künftig vor Hochwasser.

Welches ist der Stand der Arbeiten für die neue Waldenburgerbahn?

Die Infrastruktur der neuen Waldenburgerbahn (WB) ist betriebsbereit. Die Anlagen der unteren Talhälfte haben wir wie geplant früher fertiggestellt; dort laufen seit Anfang Juli die Testfahrten. Bei der oberen Talhälfte konnten die Tests Anfang Oktober aufgenommen werden. 

Die Arbeiten verliefen also nach Zeitplan?

Das ist so, und die neue WB wird mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember ihren Betrieb aufnehmen. Aktuell sind auch bereits drei Fahrzeuge da – am Ende werden zehn im Einsatz sein, die ebenfalls pünktlich ausgeliefert werden können.

Noch im Gange sind die Bauarbeiten links und rechts der Gleise, einfach ausgedrückt. Es handelt sich um umfangreiche Instandsetzungsarbeiten, die teilweise im Auftrag des Tiefbauamtes des Kantons laufen. Das Amt hatte diese Arbeiten etwas zurückgestellt und auf unser Projekt gewartet, damit alles gemeinsam ausgeschrieben und in Angriff genommen werden konnte. Diese Arbeiten werden noch bis Ende nächsten Jahres dauern, aber die Bahn nicht mehr tangieren.

Was beinhaltete das Bauprojekt?

Die ganze Bahn wurde auf 13 Kilometern Länge neu gebaut, inklusive dem Unterbau. Dazu kommen der Neubau des Bahnhofs Waldenburg und der Endstation in Liestal sowie umfangreiche Massnahmen zum Hochwasserschutz. 

Was ändert sich bei der neuen Waldenburgerbahn?

Die neue WB wird eine Spurweite von einem Meter und das Lichtraumprofil A aufweisen. Somit sind neue Fahrzeuge bis zu 2,65 Meter Breite möglich, während die alten nur 2,20 Meter aufwiesen. Die aktuellen Fahrzeuge sind 2,40 Meter breit. Die frühere Spurweite betrug zudem nur 75 Zentimeter. 

Weshalb die neue Spurweite?

Mit 75 Zentimetern Spurweite war die alte WB ein Exot, und technische Geräte wie Maschinen für den Gleisunterhalt waren nur schwer und teuer zu beschaffen. Die neue Spurweite von einem Meter ist der Standard für Schmalspurbahnen. Entsprechend einfacher ist es, die Maschinen für den Unterhalt zu bekommen, und natürlich auch das Rollmaterial. Hier ergibt sich durch die neue Spurweite ein überdurchschnittlich grosser Spareffekt.

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