Materialkatalog "Baumaterialien für Städte im Klimawandel" wurde erweitert
Mit welchen Baumaterialien erhitzt sich die städtische Umgebung weniger stark? Antworten auf diese Frage soll der «Materialkatalog Baumaterialien für Städte im Klimawandel» des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) liefern und auf diese Weise Planungsfachleute und Bauträgerschaften als Arbeitsgrundlage für Neubauten und Sanierungen dienen. 2022 erstmals erschienen, liegt er nun in einer zweiten, erweiterten Auflage vor. Dies teilte das BWO mit.
Städte und andere dicht besiedelte Gebiete erwärmen sich stärker als das Umland, und sie kühlen nachts auch langsamer ab. Dieser Hitzeinseleffekt ist eng mit der Bauweise verbunden und wird durch die Wahl von Materialien und die Gestaltung des Siedlungsraums beeinflusst. Und weil Bauten langlebig sind, prägen heute verwendete Materialien das städtische Mikroklima von morgen. Hier soll die Neuauflage ansetzen, indem sie aufzeigt, wie die Wahl von Baumaterialien die Aussentemperatur und damit das städtische Mikroklima beeinflussen.
Neu Vergleiche von Dächern und Begrünungen in trockenem und feuchtem Zustand
Wie das BWO mitteilt, hat man die zweite Auflage sowohl inhaltlich als auch methodisch aktualisiert und erweitert. So werden in dem Katalog Materialien für den Aussenbereich verglichen und ihr Einfluss auf die Umgebungstemperatur dargestellt. Konkret geht es dabei etwa um Bodenbeläge, Fassaden und neu Dächer sowie Begrünungen in trockenem und feuchtem Zustand. - Zusätzlich würden weitere wichtige Eigenschaften berücksichtigt, wie die Reflexion der Sonneneinstrahlung, die Lebensdauer der Materialien und bei Bodenbelägen die Versickerungsfähigkeit, schreibt das BWO.
Die Neuauflage des Katalogs basiert auf Simulationen der Fachhochschule Nordwestschweiz, die im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE) und des BWO durchgeführt worden sind. Mit der verbesserten Simulationssoftware seien auch die Werte für die in der ersten Auflage bereits enthaltenen Materialien neu berechnet worden, heisst es weiter. Sodass alle Ergebnisse vergleichbar und auf einem einheitlichen methodischen Stand seien. (mai/mgt)
Weiterführende Links:
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Weitere Forschungsberichte zum Thema Wohnen heute auf www.bwo.admin.ch