09:11 BAUPRAXIS

Energieversorgung: Wie abgelegene Gebiete zu einem Stromnetz kommen

Geschrieben von: Nadine Siegle
Teaserbild-Quelle: Cristina Dominguez / ETH Zürich

Wie viel Strom Menschen in abgelegenen Dörfern in Kenia oder Guatemala brauchen, wollte eine Wissenschaftlerin der ETH und Empa wissen. Demnächst stellt sie das neuartige Computermodell vor, das massgeschneiderte Lösungen zur Stromversorgung für die Ärmsten ermöglichen könnte. Neben der Technik spielen beim neuen Ansatz auch soziale und politische Faktoren eine Rolle.

Kenia

Quelle: Cristina Dominguez / ETH Zürich

Off-Grid-Systeme sind eine vielversprechende Lösung, um abgelegenen Dörfern in Entwicklungsländern wie Kenia den Zugang zu Strom zu ermöglichen.

Schalter ein: Licht an. Schalter aus: dunkel. In der Schweiz lernt jedes Kind dieses Konzept in den ersten Lebensjahren kennen und schätzen. Manchmal ist es ja auch ein ganz witzig – ein, aus, ein, aus. Hauptsache die Eltern sind genervt. Die Selbstverständlichkeit eines Lichtschalters ist aber längst nicht aller Menschen Realität. 90 Prozent der Weltbevölkerung hatten 2019 laut Berechnungen der International Energy Agency (IEA) zwar Zugang zu Elektrizität. Doch knapp 760 Millionen Menschen leben weiterhin ohne Strom. Rund 75 Prozent der Menschen ohne Anschluss an ein Stromnetz leben in der Subsahara Afrikas.

Fehlender Zugang zu Elektrizität steht in direkter Verbindung zu Armut und Gefahren für die Gesundheit, wie zum Beispiel durch rauchende Feuerstellen und Kerosinlampen im Haus. Deshalb ist der Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie auch eines der 17 «Sustainable Development Goals» (SDG 7) der «Agenda 2030», in der die politischen Ziele der Vereinten Nationen für die Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung definiert sind. 

Die Pandemie hat die Fortschritte der vorangegangenen Jahre allerdings verlangsamt. Die Zahlen der Menschen ohne Stromzugang in Afrika sind gemäss dem diesjährigen SDG-Bericht der UNO im 2020 wieder gestiegen. Beim derzeitigen Tempo des Ausbaus geht die UNO sogar davon aus, dass 2030 immer noch 660 Millionen Menschen ohne Strom auskommen müssen.

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Ehemalige Redaktorin Baublatt / ehemals Kommunalmagazin

Nadine Siegle war von September 2016 bis Januar 2019 als stellvertretende Chefredaktorin beim Kommunalmagazin tätig. Nach dessen Einstellung arbeitete sie von Februar bis Juli 2019 als Redaktorin beim Baublatt, mit Schwerpunkt auf kommunale Themen.

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