08:01 BAUPRAXIS

Die perfekte Welle: Bau des neuen Schwimmbades Neufeld in Bern

Geschrieben von: Ben Kron (bk)
Teaserbild-Quelle: Ben Kron

Ein markantes, wellenförmiges Dach verrät die Funktion des neuen Berner Schwimmbades im Quartier Neufeld. Beim 75-Millionen-Bau musste die Planung wiederholt umgekrempelt werden, doch dank einer geschickten Gesamtstrategie kann die Fertigstellung wie geplant im Herbst 2023 erfolgen.

schwimmhalle neufeld_fremd_16

Quelle: Thomas Kaspar Fotograf

Befindet sich aktuell noch im Bau: Die neue Schwimmhalle Neufeld in Bern.

Bern ist keine Hochburg des Schwimmsports. Dies zeigt sich allein daran, dass es in der Bundeshauptstadt aktuell nur gerade drei Schwimmbäder gibt: Hirschengraben, Weyermannshaus und Wyler. Und die sind alle in die Jahre gekommen: Das Weyermannshaus und das Wyler wurden beide 1971 erbaut und sind inzwischen stark sanierungsbedürftig. Nicht mehr zu sanieren ist gar das 90 Jahre alte, denkmalgeschützte Bad am Hirschengraben, lokal als «Mubeeri» bekannt. Die Stadt will es bald möglichst schliessen und später an einen privaten Investor verkaufen.

Doch die Hallenbadmisere hat ein absehbares Ende: 2015 haben die Berner Stimmberechtigten den Bau eines neuen Schwimmbades im Quartier Neufeld beschlossen. Wenn es fertiggestellt ist, wird das Bad Weyermannshaus durch einen Ersatzneubau ersetzt, sofern die geschätzten Kosten von 83 Millionen Franken vom Volk gutgeheissen werden. Das Hallenbad Wyler soll saniert werden, was aber nicht vor 2030 erfolgen kann.

Eröffnung im Herbst 2023

Während die Pläne für die beiden bestehenden Hallenbäder also noch offen sind, laufen die Arbeiten am neuen Hallenbad Neufeld nach Plan. «Wir haben die Bau-tätigkeit im Juni 2020 aufgenommen und werden wie vorgesehen im September 2023 die Eröffnung feiern können», bestätigt Adelmo Pizzoferrato, der Projektleiter von Hochbau Stadt Bern. Kosten wird das Vorhaben rund 75 Millionen Franken.

Wobei Pizzoferrato im Grund nicht eines, sondern gleich sechs verschiedene Projekte zu betreuen hat. Auf dem Baugelände befanden sich zuvor eine Buswendeschlaufe und einige Tennisplätze, sowie gleich daneben zwei Fussballfelder, die alle verlegt werden mussten. «Wir mussten neben der Schwimmhalle den Fussballplatz des FC Länggasse umplatzieren und die Garderobe und das Klubhaus ersetzen, dazu auch den Fussballplatz der Uni Bern, zwei Volleyballfelder und einen Boulderblock für Kletterer. Und schliesslich wird der bestehende Muraltweg verlängert», sagt Pizzoferrato. Für jedes dieser Vorhaben sei ein eigenes Baugesuch nötig gewesen.

Ab hier ist dieser Artikel nur noch für Abonnenten vollständig verfügbar.

Jetzt einloggen

Sie sind noch nicht Abonnent? Übersicht Abonnemente

Geschrieben von

Freier Mitarbeiter für das Baublatt.

Auch interessant

Anzeige

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.