09:07 BAUBRANCHE

Zürcher Gemeinderat verdoppelt Kredit für Studentenwohnungen

Teaserbild-Quelle: UZH, Foto: Frank Brüderli

Die Stadt Zürich soll 40 Millionen Franken für den Bau von neuen Studentenwohnungen ausgeben - statt nur 20 Millionen Franken. Darauf einigte sich der Gemeinderat am Mittwochabend. Das letzte Wort hat das Volk.

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Quelle: UZH, Foto: Frank Brüderli

Die Zahl der Studierenden an der Uni Zürich nimmt beständig zu - doch bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper.

Für einmal waren sich alle Fraktionen von links bis rechts einig: Für Studierende und junge Erwachsene in Ausbildung ist es extrem schwierig, in Zürich eine bezahlbare Unterkunft. Dies weil günstiger Wohnraum generell rapide abnimmt.

Der Zürcher Gemeinderat entschied deshalb, den sogenannten Jugendwohnkredit für die Zeit bis 2033 zu verdoppeln: Statt der vom Stadtrat geforderten 20 Millionen Franken bewilligte der Gemeinderat 40 Millionen Franken. Dieses Geld soll in Form von zinslosen Darlehen an studentische Wohnbauträger gehen.

Alle Parteien einig

Bemerkenswert: Bei dieser Vorlage waren sich alle Parteien im wesentlichen einig und befürworteten den Jugendwohnkredit. Selbst die SVP, die sonst jeden staatlichen Eingriff in den Wohnungsmarkt kritisiert, sieht die Massnahme als sinnvoll für Studentenwohnungen und Alterswohnungen. Die Partei hätte den Kredit bei den vom Stadtrat vorgeschlagenen 20 Millionen Franken belassen.

Einen Rahmenkredit von gar 65 Millionen Franken forderte die FDP, allerdings aus buchhalterischen Gründen: Sie wollte den Einnahmenverzicht wegen der zinslosen Darlehen transparent machen. Die Mehrheit fand dies jedoch verwirrend für die Stimmberechtigten, die  voraussichtlich im September über einen Betrag von 40 Millionen Franken befinden werden.

Kritik am Kanton 

Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) betonte, dass die Stadt seit 1964 viel für das studentische Wohnen tue, und kritisiert den Kanton: «Vom Kanton kommt sehr, sehr wenig». Dieser trommle sich immer stolz auf die Brust, dass er Hochschulstandort sei. Aber statt Wohnungen für Studierende zu bauen, verkaufe er das Land an den Meistbietenden. 

Massnahmen sind in Zürich dringend nötig, da die Zahl der Studierenden beständig wächst. Derzeit sind über 70'000 Personen an einer Hochschule eingeschrieben. Dazu kommen rund 30'000 Jugendliche und junge Erwachsene in der Grundausbildung oder in Weiterbildungen. Nicht einmal WG-Zimmer sind in der Stadt Zürich noch günstig zu haben. (SDA/bk)

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