08:11 BAUBRANCHE

Verkehr in der Nordostschweiz: Tunnels, Zubringer und Erhaltungsprojekte

Geschrieben von: Claudia Porchet (cet)
Teaserbild-Quelle: RBS

Im Kanton Basel-Stadt und Baselland werden vor allem Strassen ausgebaut: grosse teure Projekte. Die meisten davon bewegen sich im dreistelligen Millionenbereich. Solothurn erhält einen neuen Bahnhof.

A2 Rheintunnel, Linienführung

Quelle: Astra

Der Rheintunnel wird das untergeordnete Strassennetz der Agglomeration Basel entlasten. 

Der Basler Abschnitt der Nationalstrasse A2 zwischen Schwarzwaldtunnel, Hagnau und Augst ist stark überlastet. Aufgrund der Verkehrszunahme dürfte sich die Situation künftig zuspitzen. Um die Situation zu entschärfen, hat das Astra zusammen mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft in den vergangenen Jahren verschiedene Lösungsvorschläge ausgearbeitet. Daraus ging der Rheintunnel hervor, durch den künftig Autos und Lastwagen fahren sollen.

Rheintunnel in Basel

Gebaut werden sollen zwei Tunnel beziehungsweise Ausgänge. Eine Röhre startet nach der Ausfahrt bei der Verzweigung Hagnau und verläuft anschliessend unter dem Rhein zum Badischen Bahnhof, um dort den Verkehr nach Deutschland beziehungsweise nach Frankreich weiterleiten zu können, fasst die Aargauer Zeitung zusammen. Der Rheintunnelsoll also von Birsfelden bis zur Dreirosenbrücke Kleinbasel unterqueren, bringt es die Basler Zeitung auf den Punkt.

Das Ziel ist die Entschärfung des Engpasses auf der Osttangente (A2) sowie die Entlastung des untergeordneten Strassennetzes. Bis 2022 wird das Ausführungsprojekt erarbeitet. Die öffentliche Planauflage und Behandlung eventueller Einsprachen erfolgen bis 2025.

Doch es regt sich Widerstand gegen das teuerste Bauprojekt der Region. Das überparteiliche Komitee «Dreirosen bleibt!» rief zu einer Kundgebung auf der Dreirosen-anlage auf, um gegen die Einhausung und den damit einhergehenden Verlust der Dreirosenanlage zu protestieren. Nebst dem Verlust der Dreirosenanlage war auch der Klimanotstand Thema. Wird die Initiative «Basel 2030» oder der Gegenvorschlag des Grossen Rats vom Stimmvolk angenommen, würde die Fertigstellung des Rheintunnels zu einer Zeit erfolgen, in der Basel bereits klimaneutral sei, so die Aargauer Zeitung. Es wird eine Petition gegen das Grossprojekt gestartet.

Um die geologischen Verhältnisse zu erkunden, wurden diesen Herbst aber dennoch erste Sondierbohrungen durch-geführt, wie die Gemeinde informierte. 2029 ist frühestmöglicher Baubeginn (falls dann überhaupt gebaut wird), 2040 die frühestmögliche Eröffnung. Die Gesamtkosten für das Projekt Rheintunnel betragen rund 2,36 Milliarden Franken.

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