09:09 BAUBRANCHE

Stahlhersteller Swiss Steel mit Gewinnrückgang im 2022

Teaserbild-Quelle: Luca Upper, Unsplash

Der Stahlhersteller Swiss Steel ist im vergangenen Geschäftsjahr 2022 trotz eines schwierigen Umfelds in der Gewinnzone geblieben. Beim Umsatz konnte der Konzern aus Luzern zulegen, wie er am Mittwoch mitteilte.

Stahlbrücke

Quelle: Luca Upper, Unsplash

Stahlbrücke, Detail (Symbolbild)

Den Umsatz bezifferte Swiss Steel auf knapp 4,1 Milliarden Euro. Das Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei vor allem den gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen geschuldet, teilte der Konzern mit.

2022 sei von globalen Marktunsicherheiten geprägt gewesen, erklärte Swiss Steel. Die Nachfrageschwankungen hätten zu einem Rückgang der Absatzmenge um knapp 11 Prozent auf 1663 Kilotonnen geführt.

Wertmässig wurde dieser Rückgang durch die höheren Energie- und Rohstoffpreise mehr als kompensiert. Der durchschnittliche Verkaufspreis sei um gut 42 Prozent auf 2438 Euro pro Tonne gestiegen, teilte Swiss Steel mit.

Auf der Gewinnseite lag der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) bei 217 Millionen Euro, nach 191,6 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte jedoch ein Gewinneinbruch auf 9,4 Millionen Euro nach einem Plus von 50,3 Millionen ein Jahr zuvor.

Stillstand in Stahlwerk Ugine

Beeinträchtigt worden war das operative Geschäft nicht nur durch das globale Umfeld, sondern auch durch einen Zwischenfall im französischen Stahlwerk Ugine. Nach einem Kraneinsturz im Januar 2022 musste die Produktion vorübergehend eingestellt werden. Sie habe erst im ersten Quartal 2023 wieder die volle Kapazität erreicht, teilte Swiss Steel mit.

Für das angelaufene Geschäftsjahr 2023 stellt das Unternehmen ein bereinigtes Betriebsergebnis EBITDA zwischen 160 und 200 Millionen Euro in Aussicht. Bislang sei der Start ins 2023 schwächer als im Vorjahr verlaufen, hiess es.

«Eine konjunkturelle Abkühlung im vierten Quartal 2022 und Anfang 2023 führte zu einem geringeren, aber akzeptablen Auftragsbestand und kürzeren Vorlaufzeiten, so dass wir schneller und flexibler auf Marktchancen reagieren können», teilte die Gruppe weiter mit.

Während ein erwarteter Rückgang der Energiepreise den Cash Flow aufgrund des geringeren Betriebskapitals verbessern dürfte, werde er voraussichtlich auch zu geringeren Umsätzen und Margen führen, erklärte Swiss Steel. (sda awp)

Auch interessant

Anzeige

Firmenprofile

Brun Marti Dytan AG

Finden Sie über die neuen Firmenprofile bequem und unkompliziert Kontakte zu Handwerkern und Herstellern.

Baublatt Analyse

analyse

Neue Quartalsanalyse der Schweizer Baubranche

Die schweizweite Bauaktivität auf den Punkt zusammengefasst und visuell prägnant aufbereitet. Erfahren Sie anhand der Entwicklung der Baugesuche nach Region und Gebäudekategorie, wo vermehrt mit Aufträgen zu rechnen ist.

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

newsico

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.