19:41 BAUBRANCHE

Fachmesse in Luzern: Terra Solid traf einen Nerv

Geschrieben von: Silva Maier (mai)
Teaserbild-Quelle: Terra Solid

Mit der Premiere der Terra Solid drehte sich in der Messe Luzern alles um Grundbau und Naturgefahren. Messeleiter Elio Cavazutti ist zufrieden mit der ersten Ausgabe – und sieht Potenzial für die kommende Messe.

Terra Solid in der Messe Luzern

Quelle: Terra Solid

Die Terra Solid fand im Februar zum ersten Mal statt.

Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und Bergstürze verursachten in der Schweiz seit 1972 pro Jahr im Schnitt Schäden von laut Bundesamt für Umwelt (Bafu) rund 321 Millionen Franken. Besonders heftig wirkten sie sich 2024 aus, mit 905 Millionen Franken. Verantwortlich dafür waren etwa die Hochwasser im Maggiatal, im Misox und im Wallis an der Rhône. «Man muss sich vor Augen führen, dass die Schäden weitaus grösser ausgefallen wären, hätte man nicht reagieren können», sagte Bafu-Vizedirektor Paul Steffen an der Terrasolid in seiner Ansprache zur Eröffnung der Fachmesse. Als weiteres Beispiel für die Dringlichkeit des Themas Naturgefahren führte er den Bergsturz bei Blatten vom vergangenen Jahr an. «Wir waren froh, dass die Warnung funktionierte und man frühzeitig evakuieren konnte.» 

Die Schweiz habe aus den vergangenen Jahren gelernt, so Steffen. Dank dem integralen Risikomanagement liessen sich Risiken minimieren. Es greift allerdings nur, wenn die einzelnen Akteure ihren Beitrag dazu leisten. In diesem Zusammenhang setzten Fachmessen wie die Terrasolid laut Steffen «ein wichtiges Zeichen». Sie bieten eine Plattform, auf der Lösungen und Strategien präsentiert und diskutiert werden können. Das werde in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

Blick in die Gotthardröhre und auf die Achsenstrasse

Insgesamt besuchten rund 1800 Fachleute die Messe. Der Ausstellermix war mit 60 Ausstellern noch eher klein**,** aber sehr vielfältig, ergänzend dazu fand ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm statt. Daneben informierten Sonderschauen über zwei der wichtigsten Infrastrukturen des Landes: Die Schauen «A2 Zweite Röhre Gotthard» und «A4 Neue Axenstrasse» in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) respektive dem Kanton Uri boten Einblick in Planung, Technik und Umsetzung der beiden Infrastrukturprojekte.

Dass die Messe Potenzial hat und mit ihrem Thema einen Nerv getroffen hat, zeigt auch, dass man das Bafu als Patronatspartner hatte gewinnen können. Als Fach- und Wissenspartner waren unter anderem die Hochschule Luzern, der Kanton Uri und die Infra Suisse mit von der Partie. Messeleiter Elio Cavazzutti meint dazu: «Wir sind zufrieden mit der Vielfalt an Ausstellern, und das Besucheraufkommen bestätigt, dass das Bedürfnis für den Austausch rund um die Themen Grundbau und Naturgefahren vorhanden ist.» Und so ist er denn auch zuversichtlich, was die kommende Ausgabe betrifft: «Mit der Erstaustragung konnten wir die erhoffte Basis schaffen, um die Plattform weiter zu stärken und die Bekanntheit auszubauen.»

Das Datum der nächsten Ausgabe steht bereits fest: sie findet vom 15. bis 17. Februar 2028 statt.

Guido Biaggio, Vizedirektor des Bundesamts für Strassen, spricht an der Terra Solid in Luzern.

Quelle: Silva Maier

Guido Biaggio, Vizedirektor des Bundesamts für Strassen, gab an der Eröffnung Einblick in den Bau der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels.

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