Schwyzer Regierung will feste Waldgrenzen im ganzen Kantonsgebiet
Im Kanton Schwyz sollen neu ausserhalb der Bauzonen flächendeckend statische Waldgrenzen gelten. Dadurch könne eine höhere Planungs- und Rechtssicherheit gewährleistet werden, teilte die Regierung am Montag mit.
Quelle: Stefan Zürrer
Im Kanton Schwyz sollen Waldgrenzen ausserhalb der Bauzonen durch statische Waldgrenzen abgelöst werden.
Mit der Teilrevision soll im ganzen Kantonsgebiet künftig klar festgelegt sein, wo Wald ist und wo nicht, heisst es in der Mitteilung von Montag. Die Schwyzer Regierung setzt damit einen Vorstoss im Kantonsparlament um und schickt die Teilrevision bis am 20. Juli in die Vernehmlassung.
Bislang wurden in Schwyz die Waldflächen ausserhalb der Bauzonen «dynamisch» abgegrenzt. Das heisst: Flächen, die während 20 Jahren einwuchsen, galten automatisch als Wald. Neu sollen statische Waldgrenzen gelten, die einmal festgelegt werden und auch bei späteren Veränderungen vor Ort bestehen bleiben.
Trennung zwischen Wald und Offenland
Neu einwachsende Bestockungen ausserhalb dieser statischen Waldgrenzen können damit laut Regierung künftig unabhängig von ihrem Alter ohne waldrechtliche Einschränkungen wieder entfernt werden. Mit der Neuregelung soll laut Regierungsrat die Trennung zwischen Wald und Offenland vereinfacht und rechtlich klarer werden.
Die Umsetzung bringe aber einen «erheblichen personellen und finanziellen Aufwand» mit sich, schreibt die Exekutive weiter. Insbesondere die Festlegung der statischen Waldgrenzen im Sömmerungsgebiet sei «eine Herausforderung», da die Übergänge zwischen Wald und Offenland oft fliessend seien. (pb/mgt/sda)