17:07 BAUBRANCHE

Schweizer Luxusimmobilien weiterhin sehr begehrt

Teaserbild-Quelle: bortescristian, flickr, CC

Entgegen den Erwartungen hat die Corona-Pandemie einen Nachfrageboom nach Schweizer Luxusimmobilien ausgelöst. Dazu beigetragen hat auch ein stark gestiegenes Interesse aus dem Ausland, wie eine heute veröffentlichten Studie der UBS zeigt.

Genf zählt in Sachen Immobilienblase zu den gefährdeten Regionen. (bortescristian, flickr, CC)

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In der Region von Genf ist die Nachfrage nach Luxusimmobilien besonders hoch.

Der Beginn der Corona-Krise Anfang 2020 hat laut Studie nichts Gutes für den Luxusimmobilienmarkt erwarten lassen: Nach einem starken 2019 habe die Unsicherheit rund um die Pandemie die Preissteigerungen für Schweizer Top-Immobilien zunächst auch gebremst. – Allerdings blieb es nicht dabei; Im Gegenteil, die Pandemie liess die Nachfrage nach Luxusimmobilien in die Höhe schnellen. Die Transaktionszahl stieg im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte im Vorjahresvergleich. Damit ist sie gemäss den UBS-Experten sie etwa dreimal so hoch gewesen wie der fünfjährige Durchschnitt. Der Nachfrage trieb die Preise um 9 Prozent hoch und damit deutlich über die 4,4 Prozent im durchschnittlichen Schweizer Eigenheimmarkt.

Hohe Preise in Genf und Umgebung

In den Luxusgemeinden in der Nähe von Genf sind die Preise am stärksten gestiegen. Sie kletterten dort innert Jahresfrist durchschnittlich um rund 16 Prozent. Auch Luxusimmobilien in den Berggemeinden verteuerten sich mit 10 Prozent im zweistelligen Prozentbereich. In der Zürichseeregion sowie in der Zentralschweiz hingegen waren die Preisanstiege mit durchschnittlich 6 Prozent im Vergleich moderater. Damit bleibt der teuerste Luxusimmobilienmarkt die Genfersee-Gemeinde Cologny. Im obersten Preissegment werden dort Eigenheime ab 36'000 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche ausgeschrieben.

Auf dem Zweitwohnungsmarkt befinden sich die teuersten Liegenschaften in Gstaad. Laut UBS sind dort Quadratmeterpreise über der 30'000-Franken-Marke keine Seltenheit. Im Oberengadin fängt das Luxussegment bei einem nur unwesentlich tieferen Niveau an.

Weniger restriktive Corona-Massnahmen in der Schweiz

Den starken Preisanstieg für Luxusimmobilien führt die UBS unter anderem auch auf vermehrtes Interesse aus dem Ausland zurück. Schliesslich waren die hiesigen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie weitaus weniger restriktiv als zum Beispiel in Frankreich, Italien oder Grossbritannien - und aus diesen Ländern stammt ein Grossteil der ausländischen Nachfrage. Zudem sei das Risiko höherer Steuern für Top-Verdiener hierzulande überschaubar, heisst es weiter. Und auch das gute hiesige Gesundheitssystem werde als wichtiges Kriterium bei der Wohnsitzwahl wahrgenommen.

So rechnen die UBS-Immobilienexperten denn auch mit einer Fortsetzung des Höhenflugs: Die aktuellen Nachfragetreiber behielten auch in der zweiten Jahreshälfte vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Erholung ihre Gültigkeit. Laut den Experten Allerdings dürfte sich die Dynamik wohl etwas abschwächen. Aber auch über das laufende Jahr hinaus wird die potenzielle Nachfrage laut den Experten tendenziell höher bleiben als vor der Corona-Pandemie und damit das Preisniveau stützen. (awp/sda/mai)


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