Monatsstatistik November: Mit Schub Richtung 2026
Die Bauwirtschaft setzt im zweitletzten Monat zum Endspurt an. Im November kann die auf Basis von Gesuchen ermittelte Hochbausumme sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahresmonat in überdurchschnittlichem Ausmass zulegen.
Quelle: Stefan Breitenmoser
Trotz des gelegentlich trüben Wetters im November dürften sich die Aussichten für die hiesige Bauwirtschaft aufhellen. Bild: Baustellen in Winterthur Töss.
Das Schweizer Bauhaupt- und Ausbaugewerbe darf auf einen äusserst starken November zurückblicken. Nach einem soliden Vormonat stieg die auf Basis von Gesuchen ermittelte Hochbausumme im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,6 Prozent. Dabei handelte es sich um den höchsten Wert in der Zeitreihe. Dieses Ergebnis wurde nun mit dem erstmaligen Überschreiten der Fünfmilliarden-Franken-Marke im Monat November richtiggehend pulverisiert. Dank dieses Resultates und eines bislang starken Halbjahres dürfte auch das Jahresergebnis versöhnlich ausfallen, obwohl der Start ins 2025 eher unglücklich verlief. Ende November lag der Dreimonatsdurchschnitt gar um 11,6 Prozent über dem Vorjahreswert, wie die Zahlen der Infopro Digital Schweiz GmbH zeigen. Die im Jahr aufgelaufene Summe (Year to date – YTD) befand sich nur noch um 5,1 Prozent unter den Rekordwert des Vorjahres. Wie im Vorjahr wurde bereits Ende November die 50-Milliarden-Franken-Marke bei der Hochbausumme geknackt.
Starke Romandie
Abgesehen von der Region Zürich (-27,1%) haben alle Regionen zu diesem starken Ergebnis beigetragen, wobei die Zentralschweiz (+104,0%) herausstach. Dort übertrafen insbesondere die Kantone Luzern (+230,5%) und Zug (+226,5%) dank grösseren Wohnprojekten, wie in Luzern auf dem EWL-Areal, die Erwartungen bei Weitem. Doch auch der Espace Mittelland (+39,7%), die Nordwest- (+10,5%) und Ostschweiz (+5,5%) steuerten ihren Teil zum starken Ergebnis bei. Trotz dieser guten Resultate war es allerdings nicht die Deutschschweiz (+1,7%), die für diesen erfreulichen Jahresendspurt sorgte. Das zeigt einerseits, wie gewichtig die Region Zürich ist, und andererseits, dass die lateinische Schweiz dabei ist, auf aussergewöhnliche Weise zuzulegen. So stieg die Hochbausumme in der Romandie trotz eines hohen Vergleichswerts um 52,6 Prozent und in der italienischen Schweiz um 22,0 Prozent. Der Kanton Freiburg konnte dabei seine Hochbausumme dank eines Grossprojekts in Le Mouret mehr als verdreifachen.
Wohnbau im Hoch
Rechtzeitig aus dem Tief gefunden hat in den letzten Monaten vor allem der Wohnbau, der den bereits herausragenden Vorjahresmonat um 9,3 Prozent übertraf. Die geplante Summe für den Bau von Mehrfamilienhäusern (MFH) verpasste das erstmalige Überschreiten der Dreimilliarden-Grenze im November nur knapp (+9,9%). Bei den Investitionen konnte das Segment Einfamilienhäusern (EFH) trotz eines guten Resultats (+6,4%) nicht ganz mithalten. Aufgrund des bisher starken letzten Quartals lag der Dreimonatsdurchschnitt im Wohnbau 13,5 Prozent über dem Vorjahreswert, was allerdings nicht für den Stand per Ende November gilt (YTD: -5,8%).
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