14:06 BAUBRANCHE

Monatsstatistik Mai: Erholung zeichnet sich ab

Teaserbild-Quelle: Stefan Schmid

Das Schweizer Bauhauptgewerbe hat sich im Mai erneut abgeschwächt. Die aggregierte Bausumme für die gesamte Schweiz reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0%, wobei der Rückgang weniger ausgeprägt war als noch im April (-20,9%).

Zudem ist der Stand der Bausumme im Vergleich zum hohen Vorjahreswert zu sehen, sodass im Mai von einer sich anbahnenden Erholung ausgegangen werden kann. Immerhin lag die projektierte Summe im Mai 4,0% über dem Zehnjahresdurchschnitt.

Spuren hinterlassen hat die Krise beim Segment Wohnbau, dessen Summe gegenüber dem Vorjahresmonat gesamthaft um 13,4% zurückging, wiederum bezogen auf den sehr hohen Vorjahreswert. 

Beide Wohnbausegmente entwickelten sich sehr unterschiedlich. Während sich die Summe geplanter Bauprojekte im Segment Einfamilienhäuser (EFH) erhöhte (+6,6%), sank diese bei den Mehrfamilienhäusern (MFH) markant um 18,9%, wie die Zahlen der Docu Media Schweiz GmbH zeigen.

Über den Zeitraum von zehn Jahren betrachtet befindet sich das MFH-Segment zwar noch leicht über dem Durchschnitt, doch der Einschnitt bei der im Jahr aufgelaufenen Bausumme (YTD – Year to date) ist beträchtlich. Ende Mai erreichte diese ein Niveau, das um 14,2% tiefer lag als im Vorjahr. Stabiler entwickelte sich dagegen die YTD-Summe im EFH-Segment (-0,6%).

Industrie- und Bürobau stabil

Auch der übrige Hochbau musste im letzten Monat Rückschläge hinnehmen. Wenig robust zeigte sich die auf Basis von Gesuchen ermittelte Summe des Industrie- (-19,6%) und des Bürobaus (-23,1%). Allerdings liegen beide Segmente über dem Zehnjahresdurchschnitt.

Und beide Segmente konnten sich in diesem Jahr insgesamt vergleichsweise gut behaupten, die YTD-Summe lag beim Industriebau nur 2,8% unter dem Vorjahreswert, beim Bürobau waren es -2,6%. Wenige Impulse dürften von projektierten Schulbauten ausgehe, gegenüber dem Vorjahr fiel die Summe um 59,3%. Abgeschwächt haben sich im Mai auch die geplanten Investitionen im Gesundheitswesen (-15,2%) und im Tourismussegment (-26,9%).

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