08:01 BAUBRANCHE

Massive Dimensionen in Mehrgenerationenhaus

Teaserbild-Quelle: synergieplus.ch

In einem Mehrgenerationenhaus im Kanton Aargau wird der Stromertrag einer Photovoltaikanlage vom Sommer in den Winter mitgenommen – dank einem 100‘000 Liter fassenden Warmwasserspeicher. 

Mehrfamilienhaus im Kanton Aargau mit Solarfassade

Quelle: synergieplus.ch

Das Gebäude, das teils aus einem sanierten Altbau und einer neu gebauten Erweiterung besteht, hat viel Photovoltaik am Dach und in der Fassade integriert.

Das erste autarkiefähige Mehrgenerationenhaus der Schweiz zu werden – das klingt nach einem ambitionierten Ziel. Doch genau das ist im Kanton Aargau in einem kleinen Dorf umgesetzt worden. Das 921 Quadratmeter Wohnfläche umfassende Gebäude, das teils aus einem sanierten Altbau und einer neu gebauten Erweiterung besteht, hat viel Photovoltaik am Dach und in der Fassade integriert. 

Auf insgesamt acht Seiten des Gebäudes – nimmt man die Dachflächen dazu – sind 144 kWp installiert. Das sind schon markante Kennzahlen. Aber mit dem Innenleben des Mehrparteienhauses hat es noch mehr auf sich: Ein 100‘000 Liter fassender Warmwasserspeicher, der vier Meter Durchmesser und 12 Meter Höhe aufweist, speichert die Sonnenenergie der wärmeren Jahreszeiten auch für die Wintermonate. 

Mehrfamilienhaus im Kanton Aargau mit Solarfassade

Quelle: synergieplus.ch

Auf insgesamt acht Seiten des Gebäudes – nimmt man die Dachflächen dazu – sind 144 kWp installiert.

Eigenverbrauch mit Warmwasser erhöht 

Der Bauherr, Markus Ursprung, wollte, dass der Netzanschluss des Hauses nicht zu stark mit der eigenen Einspeisung durch die 144 kWp Photovoltaikanlage belastet wird. Daher war der Weg frei für einen höheren Eigenverbrauch des Photovoltaikstroms. Den höheren Eigenverbrauch erreicht der Bauherr damit, dass er fünf «AC•THOR 9s» des österreichischen Herstellers my-PV in seinem Mehrparteienhaus installiert hat, damit die Einspeisung gesenkt wird und die Energie direkt am «Produktionsort» gespeichert, respektive verwendet wird. 

Denn der «AC•THOR 9s» erhitzt durch sekündlich ausgeregelte Leistung immer nur mit dem Überschussstrom von der Photovoltaik den Warmwasserspeicher – also untertags, wenn ohnehin zu viel Strom für das eigene Haus, respektive die Hausverbraucher zur Verfügung steht. Dabei ist es dem «AC•THOR 9s» egal, wie hoch die Temperatur gehoben werden soll. Der Bauherr wollte gerne kochendes Wasser, also auf zirka 95 Grad Celcius, im Wasserspeicher haben. Das schafft eine Wärmepumpe nicht, weil der Temperaturhub hier bei höheren Wassertemperaturen nicht mehr erreicht werden kann. 

Mehrfamilienhaus im Kanton Aargau mit Solarfassade

Quelle: synergieplus.ch

Ein 100‘000 Liter fassender Warmwasserspeicher speichert die Sonnenenergie der wärmeren Jahreszeiten auch für die Wintermonate.

Vom Sommer in den Winter 

«Wir speichern im Sommer die Energie für den Winter, weil wir damit im Winter nicht mehr Energie benötigen wie im Sommer», erklärt Markus Ursprung die Idee hinter der Anlage. Daher auch die überdimensional erscheinende Warmwasserspeicherauslegung – mit 100‘000 Liter wahrscheinlich der grösste Warmwasserspeicher, der derzeit mit my-PV Produkten im Einsatz ist. Selbst bei 12 Personen, die in diesem Mehrgenerationenhaus wohnen, wird so der Jahreszeitenspeicher nie entleert. 

Warum ist der AC•THOR 9s hierfür prädestiniert?

Nach mittlerweile über einem Jahr an Betriebserfahrung fasst der Bauherr Markus Ursprung diese mit folgendem Zitat zusammen: «Damit ich den genauen Energieinhalt des Wassertanks berechnen kann, messe ich auf jeder Höhe die Temperatur. An jeden ‹AC•THOR 9s› habe ich 4 Temperaturfühler angeschlossen. Die PV-Leistung schwankt oft zwischen 20 kW und 60 kW; und genau diese Schwankungen kann der ‹AC•THOR 9s› übernehmen. Welcher andere Verbraucher kann mit solchen Leistungsschwankungen umgehen?» 

Weitere Informationen unter: www.my-pv.com

Mehrfamilienhaus im Kanton Aargau mit Solarfassade

Quelle: synergieplus.ch

«Welcher andere Verbraucher kann mit solchen Leistungsschwankungen umgehen?», fasst der Bauherr Markus Ursprung begeistert den Technikvorteil zusammen.

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