Kanton Zürich: Hagel richtete Schäden für 200 Millionen Franken an
Nach der heftigen Gewitterfront letzten Freitag zieht die GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich eine erste Bilanz: Mit 200 Millionen Franken ist das Schadenausmass deutlich grösser ist zunächst angenommen.
Bisherige Schadenaufnahmen über das Wochenende zeigten, dass die einzelnen Schäden grösser und teurer sein dürften als unmittelbar nach dem Ereignis angenommen, schreibt die GVZ in ihrer aktuellen Medienmitteilung. Nachdem man freitags noch mit 2000 Schadensmeldungen und einer Schadenssumme von 30 Millionen Franken gerechnet hatte, zeigt eine vorläufige Hochrechnunge nun, dass es um ein vielfaches teurer wird: Die Versicherung geht von einer Schadensumme von rund 200 Millionen Franken aus. Aktuell liegen ihr rund 11'600 Schadenmeldungen vor, es kommen gemäss GVZ noch immer Meldungen rein.
Dächer, Oberlichter und Photovoltaikanlagen beschädigt
Das Gros der Schäden betrifft Dächer, Ziegel, Oberlichter oder Dachfenster. Daneben kam es zu vielen Schäden an Photovoltaikanlagen oder Storen. An einigen Stellen seien Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu 6 Zentimeter gemessen worden, während regional starke Windeffekte den Hagelschlag zusätzlich verstärkt haben. Wie die Versicherung weiter schreibt, verfügt sie über genügend finanzielle Mittel, sodass die Prämie trotz des Unwetters stabil gehalten werden kann. «Die GVZ ist hinreichend kapitalisiert, um eine solche Schadensumme aufzubringen», wird GVZ-Verwaltungsrat und Regierungsrat Mario Fehr zitiert. «Insbesondere wird es deshalb zu keiner Prämienerhöhung kommen.»
Zudem will die Gebäudeversicherung alles daransetzen, dass die Schäden «rasch und unkompliziert» abgewickelt werden können. Damit die Bearbeitung der Schadenmeldungen speditiv vorankomme, zog die Versicherung zusätzliches Personal aus anderen Abteilungen sowie Schätzerinnen und Schätzern aus anderen Bezirken hinzu. (mgt/mai)