12:33 BAUBRANCHE

Forbo stabilisierte Umsatz im ersten Halbjahr

Teaserbild-Quelle: George Dagerotip, Unsplash

Trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte der Baarer Bauzulieferer Forbo im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz stabilisieren, das Unternehmen arbeitet an einer neuen strategischen Ausrichtung. - Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr haben sich bestätigt.

Konkret ist der Umsatz nur noch leicht um 0,2 Prozent auf 545,7 Millionen Franken gesunken. Dies geht aus einer Mitteilung von heute Dienstag hervor. Laut Forbo ist das erste Semester erneut durch eine anhaltende Schwäche der globalen Konjunktur geprägt gewesen. Ab dem zweiten Quartal sei es zudem durch den Iran-Krieg zu deutlich höheren Rohstoffpreisen und Transportkosten gekommen. Allerdings zeigten die ergriffenen operativen Massnahmen bereits erste Verbesserungen.

Den operativen Gewinn (Ebit) beziffert der Anbieter von Bodenbelägen und Kunststoffbändern spezialisierte Unternehmen auf 41,9 Mio., ein Minus von 2,3 Prozent zum Vorjahr. Die entsprechende Marge lag bei 7,7% nach 7,8% im ersten Semester des Vorjahres. Unter dem Strich fiel der Reingewinn mit 30,8 Mio. um 7,8% tiefer aus. Die Erwartungen der Analysten wurden damit beim Umsatz übertroffen, beim Ebit erfüllt und beim Reingewinn verfehlt.

Irankonflikt und starker Schweizer Franken: Schwieriges Umfeld

Forbo geht davon aus, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 weiterhin herausfordernd bleiben: Aufgrund der anhaltenden weltweiten geopolitischen Instabilität sei nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der wichtigsten Endmärkte der Gruppe zu rechnen, hält der Baustoffzulieferer in seiner Medienmitteilung fest. Angesichts der anhaltenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Irankonflikt dürften die Beschaffungskosten auf hohem Niveau bleiben. Weiter geht man bei Forbo von einem weiterhin starken Schweizer Franken gegenüber den wichtigsten Währungen aus.

Unter der Annahme, dass sich das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld in der zweiten Jahreshälfte 2026 nicht wesentlich verschlechtere, rechne man für das Gesamtjahr 2026 weiterhin mit einem aufgrund von Währungseffekten leicht geringeren Umsatz und einem etwas höheren Betriebsergebnis als im Vorjahr. -  Die Forbo-Gruppe konzentriert sich weiterhin auf profitables Wachstum und die Verbesserung ihrer operativen Leistung. (sda awp/mgt/mai)

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