14:09 BAUBRANCHE

Die Geistergärten von Le Havre

Teaserbild-Quelle: Studio Baptiste Debombourg & Galerie Patricia Dorfmann, Paris

Der Hafen von Le Havre ist nach Marseille der zweitgrösste Frankreichs. 1517 unter König Franz I erbaut, gehört er zu den ältesten des Landes. Von den Anfangszeiten des Handelsplatzes erzählt auch das Bassin du Roy. Ist der Wasserstand tief genug, treten hier seit kurzem Ornamente zu Tage.

Die „Jardins fantômes“ (Geistergärten) sind ein Werk des Künstlers Baptiste Debombourg und wurden anlässlich des 500-Jahr-Jubiläums der Stadt „angelegt“. Allerdings bestehen die verschlungenen Muster (noch) nicht aus Wasserpflanzen, sondern aus Cortenstahl, dessen Rostbraun je nach Lichteinfall und Wetter mit seiner Umgebung zu verschmelzen scheint. Allerdings soll der Stahl im Laufe der Zeit zu grünen und blühen beginnen, das heisst Algen und Muscheln ansetzen.

Die Vorlage für den verspielten Schmuck lieferte übrigens die prächtige Wandbespannung im Schlafzimmer Franz I. auf Château de Blois. (mai)

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