16:01 BAUBRANCHE

Das war noch was: Calatrava, der ZSC und ein goldener Stecker

Teaserbild-Quelle: zvg / Archiv Baublatt

Einmal mehr blickt baublatt.ch auf die vergangene Woche zurück und lässt News der letzten Tage Revue passieren. Dabei geht um die neue ZSC-Arena und um ein Projekt von Santjago Calatrava in Zürich sowie um „vergoldete“ Elektromobilität in Basel.

Neues Stadion für den ZSC, Visualisierung.

Quelle: zvg / Archiv Baublatt

So soll das künftige Stadion für den ZSC aussehen. Der Entwurf stammt von den Caruso St. John Architects.

Letzten Donnerstag hat der Kantonsrat von Obwalden dafür gesorgt, dass für Fauna und Flora am Alpnachersee wieder alles in Fluss kommt: Wegen des Kiesabbaus sind hier in den letzten Jahrzehnten Flachmoore und Flachwasserzonen verschwunden, und damit auch Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Das soll sich ändern. Der Kantonsrat einem Planungskredit von 1.05 Millionen Franken für die Uferaufwertung zugestimmt und eine Kürzung des Kredits abgelehnt.

Um Gewässer ging es ebenfalls im Kanton Thurgau. Dort hat der Grosse Rat die Volksinitiative „Kulturlandschutz bei Gewässerkorrektionen“ für gültig erklärt; dies allerdings äusserst knapp, mit 58 gegen 56 Stimmen. Mit dem einstimmig verabschiedeten Gegenvorschlag kommt der den Thurgauer Bauern jedoch entgegen. Mit dem Gegenvorschlag, der auf dem auf dem Bundesgesetz für Wasserbau basiert, werden im kantonalen Gesetz über den Wasserbau und den Schutz vor gravitativen Naturgefahren die bislang nicht genau definierten „übrigen öffentlichen Interessen“ klar ausformuliert. Dazu gehören unter anderem der haushälterische Umgang mit Kulturland, der Erhalt landwirtschaftlicher Nutzflächen sowie ein „wirtschaftlicher Einsatz finanzieller Mittel“. Zudem sollen korrigierte Gewässer als Erholungsraum dienen.

Derweil ging es im Aargau um Wasserkraft: Hier stoppte der regionale Energieversorger Eniwa (ehemals IBAarau) ein Projekt für fünf Wasserskraftschnecken an der Suhre. Die Kleinwasserkraftwerke hätten zwischen Suhr und Aarau den Strombedarf von rund tausend Haushalten decken sollen. Der Grund für das Aus: Umweltverbände hatten Einsprache erhoben, weil sie befürchteten, dass die geplanten Anlagen Fische am Wandern hindern könnten.

Nicht um Fische, sondern um einen „Falken“ ist es in der Stadt Zürich gegangen: Das „Haus zum Falken“ beim Bahnhof Stadelhofen weicht nun definitiv einem Gebäude samt unterirdischer Velostation von „Starchitekt“ Santjago Calatrava. Hinter dem Projekt steht die Axa Winterthur, die in den extravaganten Bau 46 Millionen Franken investieren will. Der Gemeinderat hat am Mittwoch den privaten Gestaltungsplan mit einem sehr deutlichen Mehr abgesegnet. Das Bauvorhaben war lediglich bei der Alternativen Liste und der SVP auf Ablehnung gestossen. Sie waren sich dabei in einer Hinsicht einig: Die Parteien bedauerten, dass das Haus aus dem 19. Jahrhundert aus dem Inventar der schützenswerten Bauten gestrichen wurde, damit es abgebrochen werden kann.

In der Stadt Zürich ist noch ein Projekt einen Schritt weiter: Der private Gestaltungsplan für die neue ZSC Lions Arena in Zürich-Altstetten sowie die dafür nötige Revision des Zonenplans „Untere Isleren“ ist ebenfalls vom Gemeinderat genehmigt worden. Die Stadtzürcher Stimmberechtigten hatten im September 2016 dem Stadion-Projekt grünes Licht erteilt.Geplant sind eine Haupthalle mit 11‘600 Plätzen, eine Trainingshalle sowie Gastro- und Büroflächen.

Der Kanton Basel-Stadt hat vom Forum Elektromobilität den „Goldenen Stecker“ erhalten. Mit der Auszeichnung ehrt das Forum das Engagement Kantons im Bereich Elektromobilität. Hinter der Organisation stehen der Schweizer Touring Club und das Bundesamt für Strassen. Die Elektromobilität gewinne in urbanen Gebieten zunehmend an Bedeutung, hiess es in Medienmitteilung des Kantons. Sie erhöhe den energetischen Wirkungsgrad der Mobilität, reduziere die Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen und senke die lokalen Emissionen in den Bereichen Luft und Lärm. Während der vergangenen zehn Jahre hat Basel-Stadt verschiedene Projekte realisiert, weitere sind in Planung.

„Alles Gueti zum Geburtstag, Ballenberg!“ Dieses Jahr feiert das Berner Freilichtmuseum seinen vierzigsten Geburtstag, die Stiftung gar ihr 50-Jahr-Jubiläum. Anfangs Woche informierte Ballenberg über besondere Veranstaltungen anlässlich des Jubiläumsjahres. Unter anderem geht es um Biodiversität, alte Handwerke und „Spazierkunst“. – Das Freilichtmuseum umfasst mittlerweile 109 historische Gebäude aus der ganzen Schweiz. (mai/mit Material der SDA)

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