07:11 BAUBRANCHE

Bauwirtschaft Nordostschweiz: Wohn- und Bürobau stützen

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaserbild-Quelle: Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt

Bisher verlief die Bautätigkeit erfolgsversprechend, doch der Hochbau steht vor einer Abschwächung. Während sich der Wohnbau stabil entwickeln dürfte, stutzen die Unternehmen Investitionen in den Gebäudepark zurück. Verhalten agiert die öffentliche Hand. Anlass zur Sorge gibt der Tiefbau.

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Die Bauregion Nordwestschweiz kann das Ergebnis des Vorjahres nicht bestätigen. Denn die auf Basis von Gesuchen ermittelte Summe reduzierte sich gesamthaft um 17,4 Prozent, wobei der Rückgang auch auf den statistischen Basiseffekt zurückzuführen ist aufgrund der ausserordentlich hohen Bausumme im Vorjahr. Auch blieb die Bausumme gesamthaft unterdurchschnittlich. 

Ins Hintertreffen gerieten bei der geplanten Bausumme alle drei Kantone, was die künftige Hochbautätigkeit bremsen dürfte. Am grössten war die Abschwächung im Kanton Basel-Stadt, und zwar sowohl im Vergleich zum Vorjahreswert (-36,1%) als auch absolut gesehen. Auch verfehlte der Stadtkanton, auf den fast ein Viertel des Hochbauvolumens der Bauregion entfällt, den Fünfjahresdurchschnitt bei Weitem.

In die Miesen geriet auch Solothurn (-16,1%), doch konnte der Kanton, der in den letzten fünf Jahren in der Bauregion durchschnittlich mehr als ein Drittel der Bausumme generierte, immerhin den Fünfjahresdurchschnitt übertreffen. In Baselland wiederum rutschte die Bausumme ebenfalls ins Minus ab (-10,8 %), wie Statistiken der Docu Media Schweiz GmbH zeigen. Der Kanton, in dem über 40 Prozent der Hochbauinvestitionen getätigt werden, blieb aber deutlich über dem Langjahresschnitt, was ein gewisses Mass an Stabilität vermittelt.

Wachstum an Verkehrsachsen

Solide dürfte die künftige Hochbautätigkeit in der Region beim Wohnbau verlaufen, der die Bausumme um 3,5 Prozent ausweiten konnte. Insbesondere die Investitionen in Mehrfamilienhäuser (MFH) erhöhten sich in den letzten zwölf Monaten im Vergleich zur Vorjahresperiode auf einen Spitzenwert nach einer Stagnation in den Vorjahren. Um 7,4 Prozent ist die Segmentsumme angestiegen, sie macht rund drei Viertel des Wohnbaus aus. Treiber der Wohnbautätigkeit ist der Kanton Baselland, wo die MFH-Summe im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,2 Prozent zulegen konnte (Zahlen per Ende September), wobei sich bereits in den Jahren davor ein positiver Trend zeigte.

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Redaktor Baublatt

Seine Spezialgebiete sind wirtschaftliche Zusammenhänge, die Digitalisierung von Bauverfahren sowie Produkte und Dienstleistungen von Startup-Unternehmen.

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