12:32 BAUBRANCHE

BAK rechnet mit leicht höherem Konjunktur-Wachstum im 2024

Teaserbild-Quelle: Simone Hutsch, Unsplash (Schmuckbild)

Auch wenn die Konjunkturforscher von BAK Economics  für das laufende Jahr ein wenig optimistischer geworden sind - so richtig aufwärts gehen dürfte es ihrer Meinung nach mit der Schweizer Wirtschaft aber erst im 2025.

Konkret sagen prognostizieren sie für 2024 ein Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts (sporteventbereinigt) von 1,2 Prozent. Dies, nachdem sie bislang von einem Plus von 1,1 Prozent ausgegangen sind. Die unveränderte Wachstumsprognose für 2025 lautet dann auch auf deutlich höhere 1,8 Prozent. "2024 bleibt damit ein Zwischenjahr", erklärte BAK-Ökonom Alexis Bill-Körber dazu heute Donnerstag im Rahmen einer Online-Veranstaltung. Der Übergang zu einem stärkeren Wachstum wird seiner Meinung nach auch nicht linear verlaufen: So sei für das ablaufende zweite Quartal mit einer Beschleunigung zu rechnen, für das dritte dann aber wieder mit einem geringeren Plus. Erst dann werde sich das höhere Wachstum verfestigen.

"Die Inflationstreiber haben sich verschoben"

Eine Ursache für das relativ schwache Wachstum im laufenden Jahr erkennt Bill-Körber im eher schwachen Konsum. Zwar habe sich die Inflation zurückgebildet, was den Konsum gemäss Lehrbuch ankurbeln sollte. "Aber die Inflationstreiber haben sich verschoben zu Komponenten, denen man nur schwer ausweichen kann", so der Experte. Namentlich seien es die höheren Mieten und der teurere Strom. Hinzu kämen die gestiegenen Krankenkassenprämien. Dies alles habe einen dämpfenden Effekt auf die Kauflaune.

Allerdings geht BAK Economics davon aus, dass sich die Inflation von den 1,4 Prozent im laufenden Jahr im 2025 auf 0,9 Prozent verringern wird. Dies werde dann dem Konsum auf die Beine helfen. Weitere Stützen für die Schweizer Wirtschaft werden laut den Fachleuten des BAK auf längere Sicht anziehende Exporte und höhere Investitionen sein. Begünstigt würden diese von einer anziehenden Konjunktur in der Eurozone - ausgelöst durch die tiefere Inflation und weitere Zinssenkungen.

Auch für die Eurozone und die Weltwirtschaft geht Bill-Körber  nur von einer allmählichen Verbesserung aus. "Die Talsohle ist durchschritten und man geht bergauf, aber dies noch immer ziemlich kraftlos." (sda/mai)



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