Wochenendtipp: Geschichte des Glases im Museum für Urgeschichte(n) in Zug
Die Verarbeitung von Glas ist anspruchsvoll - und hat eine reiche Geschichte. Die aktuelle Sonderausstellung im Museum für Urgeschichte(n) in Zug präsentiert vielfältige, teils prächtige Glasfunde und zeigt auf, wie sich das Material aber auch seine Verwendung im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Quelle: Museum für Urgeschichte(n), Dominique Batschelet.
Prächtige Preziosen im Museum für Urgeschichte(n) in Zug: antike römische Glasgefässe.
Vor rund 7000 Jahren nahm die Geschichte des Glases im Nahen Osten ihren Anfang. Handwerker entdeckten damals wohl per Zufall bei der Metallverarbeitung mit Quarzkeramik eine Vorläuferin des heutigen Glases. Die leuchtenden Blautöne des Werkstoffs faszinierten; man stellte daraus etwa Schmuck, Gefässe oder Wandkacheln her.
Winzige Stücke des Materials kamen auch bei den Überresten der Pfahlbausiedlung Cham-Bachgraben im Kanton Zug zum Vorschein: Schmuckperlen, die vor rund 3500 Jahren an den Zugersee gelangten. Sie sind zurzeit im Museum für Urgeschichte(n) zu sehen, wo sie in der Ausstellung «Faszination Glas» mit weiteren Funden aus dem Kanton Zug sowie mit Leihgaben aus dem In- und Ausland die Geschichte des Glases illustrieren. Überdies sind in der Schau auch römisches Kunsthandwerk und Glas aus dem frühen Mittelalter zu sehen. (mai)
Die Ausstellung «Faszination Glas» dauert noch bis 17. Mai. Weitere Informationen auf www.urgeschichte-zug.ch