Stadler Rail mir mehr Gewinn
Im Vorjahr hatten Unwetter noch das Ergebnis zerzaust: Aber 2025 konnte Stadler Rail wieder mehr Umsatz und Gewinn einfahren. Und im laufenden Jahr soll es weiter bergauf gehen.
Quelle: Visualisierung Stadler Rail AG
Der Stadler Rail Konzern hat letztes Jahr mehr Umsatz und Gewinn erzielt.
Im Jahr 2024 hatten verheerende Unwetter das Ergebnis von Stadler Rail zerzaust: Überschwemmungen im Wallis, in Spanien und in Österreich hatten die Produktion in den Werken von Stadler und von wichtigen Zulieferern gestört und 350 Millionen Franken Umsatz gekostet. Die Folgen der massiven Überschwemmung werden laut dem Ostschweizer Konzern indes noch ins Jahr 2027 spürbar bleiben.
Doch nun stieg der Betriebsgewinn EBIT wieder um 60 Prozent auf 160,6 Millionen Franken. Die Betriebsgewinnmarge verbesserte sich auf 4,4 Prozent von 3,1 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich verdoppelte sich der Reingewinn beinahe auf 100,7 Millionen Franken. Das bei einem Umsatz von 3,7 Milliarden Franken, was ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet.
Quelle: Stadler Rail
Stadler-Produkt Flirt: Auc die Auftragslage hat sich positiv entwickelt.
Auftragspolster so dick wie noch nie
Sehr positiv entwickelte sich auch die Auftragslage: Stadler holte letztes Jahr Aufträge in Höhe von 6,1 Milliarden Franken herein. Damit wuchs der Auftragsbestand auf 32,3 Milliarden. Das ist ein neuer Rekord. Vom höheren Gewinn sollen auch die Aktionäre profitieren. Stadler will die Dividende auf 0,50 Franken pro Aktie erhöhen, nachdem die Ausschüttung im Vorjahr auf 20 Rappen gekürzt worden war.
Mit den jetzigen Zahlen hat Stadler die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Auftragseingang und Umsatz übertroffen, beim EBIT und der Marge leicht verfehlt und beim Reingewinn klar verpasst. Auch bei der Dividende hatten sich die Analysten im Schnitt mehr erhofft.
Quelle: Kecko, CC BY 2.0
Stadler-Neubau in St. Margrethen: Der Konzern hält auch langfristig an seinen Zielen fest.
Mittelfristige Ziele bestätigt
Für das laufende Jahr 2026 peilt der Konzern einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken an. Dank starkem Auftragsbestand, erhöhtem Produktionsoutput und dem in Deutschland eingeleiteten Effizienzprogramm wird eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erwartet. Zudem rechnet Stadler 2026 mit gesamthaften Investitionen von rund 250 Millionen Franken.
An den mittelfristigen Zielen hält der Konzern fest: Bei stabilen Lieferketten solle die EBIT-Marge mittelfristig auf 6 bis 8 Prozent steigen. Dies bei einem stabilen Umsatz von über 5 Milliarden Franken. (SDA/bk)