09:10 VERSCHIEDENES

Geschäftsbericht von Geberit prämiert

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaserbild-Quelle: fietzfotos Pixabay gemeinfrei

Der weltweit tätige Konzern Geberit ist der Gesamtsieger des diesjährigen Schweizer Geschäftsberichte-Ratings. Bei der Beurteilung des Value Reporting schafft es der Zementhersteller LafargeHolcim auf den dritten Platz, in der Kategorie Design erreichte Hiag Immobilien den gleichen Rang. 

Ins Rating einbezogen werden Geschäftsberichte aller Unternehmen mit einer Börsennotierung im Swiss Performance Index (SPI). Hinzu kommen die 50 umsatzstärksten Unternehmen sowie Banken und Versicherungen, sodass dieses Jahr insgesamt 241 Geschäftsberichte bewertet wurden. Die Berichte wurden nacheinander von drei Jurys anhand verschiedener Kriterien analysiert, bewertet und den Rating-Kategorien zugeordnet, wobei sowohl die Printversion als auch der Online-Auftritt Teil des Rating zu berücksichtigen waren.

Geschäftsberichte unter der Lupe

Das Value Reporting führte eine Jury des Instituts für Banking und Finance der Universität Zürich durch, ein Juroren-Team der Zürcher Hochschule der Künste beurteilte zugleich das Design der Berichte. Danach kürte eine Abschlussjury aus der Vorselektion die zwölf besten Geschäftsberichte des Jahrgangs. Erstmals wurde dieses Jahr auch ein Sonderpreis für die Textqualität in den Berichten verliehen. Dabei schwang der Bericht von Roche oben aus.

Erstellt wird das Schweizer Geschäftsberichte-Rating jährlich unter der Ägide des Harbour Clubs, der Führungskräfte der strategischen Kommunikation von Unternehmen und Organisationen in der Schweiz vereinigt.

Sanitärbereich

Quelle: zvg

Der Erfolg zeigt sich beim Rainmaker Geberit auch in der Art und Weise, wie die Geschäftsberichte erstellt werden.

Erweiterte Berichterstattung

Beim sogenannten Value Reporting handelt es sich um eine erweiterte und verbesserte Berichterstattung, indem quantitative Aspekte wie die Zahlen von Jahresabschlüssen mit umfassenden qualitativen Informationen zur Geschäftsentwicklung angereichert werden. Dazu gehören die Beurteilung der Stellung einer Gesellschaft im jeweiligen Markt und der Positionierung der Produkte sowie der künftigen Strategie zur Wertgenerierung. 

Die Innovationskraft etwa soll Aufschluss darüber geben, auf welche Weise Unternehmen auf Basis ihrer aktuellen Wettbewerbsposition künftig wachsen wollen. Auch der Ruf des Unternehmens oder das Markenimage von Produkten spielt eine Rolle. Die Wertberichterstattung richtet sich wie die Jahresberichte sowohl an interne als auch an externe Adressaten.

An der Börse kotierte Konzerne müssen bei der finanziellen Berichterstattung bestimmte Rechnungslegungsstandards anwenden. Gemäss dem Swiss Auditor Monitor des Lehrstuhls Auditing and Internal Control der Universität Zürich sind im Swiss Performance Index (SPI) ist der Rechnungslegungsstandard IFRS (International Financial Reporting Standards) am weitesten verbreitet (Auswertung 2019). 54 Prozent der in diesem Index vertretenden Unternehmen wenden diese an. 

Auf Basis von Swiss GAAP FER erstellen 33 Prozent der SPI-Unternehmen ihre Berichte. Den amerikanischen Standard US GAAP setzen 5 Prozent ein, während das Bankengesetz bei 9 Prozent der SPI-Unternehmen zur Anwendung kommt. Auch die meisten der 50 umsatzstärksten Unternehmen rapportieren nach IFRS. Im Folgenden die drei Erstplatzierten in den verschiedenen Kategorien:

Gesamtsieger Geschäftsberichte der Schlussjury

Platz 1: Geberit

Platz 2: Clariant

Platz 3: VP Bank

Kategorie Design (Online und Print)

Platz 1: Clariant

Platz 2: Banque Pictet

Platz 3: Hiag Immobilien

Kategorie Value Reporting (Online und Print)

Platz 1: Clariant

Platz 2: Swisscom

Platz 3: LafargeHolcim

Aufsteiger des Jahres

Design: Landis+Gyr

Value Reporting: Pierer

Kategorie Text: Roche

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Redaktor Baublatt

Seine Spezialgebiete sind wirtschaftliche Zusammenhänge, die Digitalisierung von Bauverfahren sowie Produkte und Dienstleistungen von Startup-Unternehmen.

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