12:01 VERSCHIEDENES

Makroalgen: Unterwegs im «Garten des Oktopus»

Teaserbild-Quelle: Josh Westrich

In den Gewächshäusern des botanischen Gartens der Universität Zürich blühen zurzeit besondere Pflanzen: Makroalgen. Der Fotograf Josh Westrich hat ihre eigenwillige Schönheit in poetischen Bildern festgehalten. Sie lassen sich in einer Ausstellung ab morgen zwischen Kakteen und anderen Landgewächsen bewundern.

Als vor rund 2,5 Milliarden Jahren Blaualgen oder vielmehr Cyanobakterien Sauerstoff zu produzieren und damit die Atmosphäre anzureichern begannen, legten sie den Grundstein für das heutige Leben auf der Erde. Jedes zweite Sauerstoffatom, das der Mensch einatmet, stammt aus der Photosynthese von Algen. Es gibt sie in allen Formen, Farben und Grössen: Sind Mikroalgen nur unter dem Mikroskop erkennbar, sind Makroalgen auch mit blossem Auge zu sehen. Unterteilt werden sie in Grün-, Braun-, Blau- und Rotalgen (Bild). Manche können bis zu 40 Meter lang werden.

Weil sich Landpflanzen ursprünglich aus Grünalgen entwickelt haben, sind die Meeresgewächse im weitesten Sinne ihre Verwandten. Ihre eigenwillige Schönheit faszinierte den Kölner Fotografen Josh Westrich, der sich auf Pflanzenaufnahmen spezialisiert hat. «Nach meiner langjährigen Auseinandersetzung mit dem Thema Farne suchte ich nach noch einem abstrakteren Sujet und wurde bei den Makroalgen fündig», so Westrich. In der Folge sichtete er Herbarien verschiedener Universitäten und hielt die zarten Gewächse mit der Kamera fest.

Dabei entstanden Bilder, die mit einem Aquarellpinsel auf strahlend weissen Hintergrund getuscht scheinen. Diese Wirkung verdanken sie der Technik, die Westrich anwendet: In der Regel nimmt er Pflanzen analog vor weissem Fotokarton auf. Dies bedarf einer besonderen Ausleuchtung, die dem Sonnenlicht ähnelt. Auf dieselbe Weise ist er bei seinen Algenporträts vorgegangen.

Einige davon lassen sich seit heute in den Gewächshäusern des botanischen Gartens der Universität Zürich in der Ausstellung «Der Garten des Oktopus» bewundern. (mai)

Die Ausstellung dauert bis 25. Februar.
Weitere Informationen: www.bg.uzh.ch

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